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		<title>Windows 7 Family Pack: Microsofts Familienzusammenführung im Dreierpack kommt in limitierter Auflage</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Aug 2009 15:53:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raymond Wiseman</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Windows in der Familienpackung: Papa, Mama und die Kinder, jeder bekommt einen Happen vom Windows 7 Family Pack. Ist das Päckchen Euro erst einmal installiert, lassen sich die Rechner prächtig im Heimnetzwerk verbinden. Voraussetzung: Die Hardware eignet sich für Windows 7 und den Netzverbund. Also raus mit dem alten Schrott aus dem Kinderzimmer und rein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Windows in der Familienpackung: Papa, Mama und die Kinder, jeder bekommt einen Happen vom <a title="Windows 7 Family Pack" href="http://windowsteamblog.com/blogs/windows7/archive/2009/08/24/update-on-windows-7-in-europe.aspx" target="_blank">Windows 7 Family Pack</a>. Ist das Päckchen Euro erst einmal installiert, lassen sich die Rechner prächtig im Heimnetzwerk verbinden. Voraussetzung: Die Hardware eignet sich für Windows 7 und den Netzverbund. Also raus mit dem alten Schrott aus dem Kinderzimmer und rein mit einem Neu-PC. Der allerdings hat &#8211; darauf lässt sich wetten  - Windows 7 schon vorinstalliert und braucht Microsofts Familienförderung nicht mehr. Aber was soll&#8217;s: Vielleicht rangieren ja Onkel oder Tante noch einen brauchbaren Rechner für die lieben Kleinen aus. Oder wir leben in Hausgemeinschaft mit einem Silver Surfer, den wir so endlich einmal ins digitalisierte Familienleben einbinden. Es wird sich schon was finden, ums Windows-7-Heimnetz zu optimieren. Dann lassen sich Dokumente und Medien rasch untereinander tauschen und gemeinsam nutzen. Und endlich können die Eltern vom eigenen PC bestimmen, welche Musik im Kinderzimmer läuft. Und Mama sieht, welche Bilder auf Vaters Platte lagern.</p>
<p>Kosten soll die Dreierbande für die Windows-7-Familie 149,99 Euro und verfügbar soll es ab dem 22. Oktober sein. Aber Achtung: Es handelt sich wieder einmal um ein limitiertes Angebot, was immer das heißen soll. Micrsoft kommuniziert nämlich nicht, wie hoch die verfügbare Stückzahl ist. Wir erinnern uns: Das Vorverkaufssonderangebot von Windows 7 war minutenschnell ausverkauft. Es kann also durchaus sein, dass Microsofts Familienförderung sich als Strohfeuer entpuppt. Dann werkelt daheim doch wieder jeder für sich allein, denn die vereinfachte Vernetzung von Windows 7 funktioniert nur, wenn alle mitziehen, selbstverständlich mit dem gleichen Betriebssystem.</p>
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		<title>Neue Canon Powershot G11: Weniger aber größere Pixel für bessere Bildqualität – höhere Lichtempfindlichkeit und weniger Rauschen als Powershot G10</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Aug 2009 17:28:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raymond Wiseman</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kaum habe ich mich entschlossen, mir eine Canon Powershot G10 zuzulegen, kündigt heute Canon punktgenau das Nachfolgemodell Powershot G11 an. Nun fällt die Entscheidung schwer, da die meisten Daten sich gleichen: Warten auf den Markteinstiegspreis von 589 Euro im goldenen Oktober oder günstig beim alten Model zuschlagen. Die technische Differenz ist ein doppeltes Rauschreduzierungsverfahren, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2009/08/081909_1728_CanonPowers1.png" alt="" align="left" />Kaum habe ich mich entschlossen, mir eine Canon Powershot G10 zuzulegen, kündigt heute Canon punktgenau das Nachfolgemodell <a title="Presseinformation Canon Powershot G11" href="http://www.canon.de/About_Us/Press_Centre/Press_Releases/Consumer_News/Cameras_Accessories/PowerShot_G11_Technical_Release.asp" target="_blank">Powershot G11</a> an. Nun fällt die Entscheidung schwer, da die meisten Daten sich gleichen: Warten auf den Markteinstiegspreis von 589 Euro im goldenen Oktober oder günstig beim alten Model zuschlagen. Die technische Differenz ist ein doppeltes Rauschreduzierungsverfahren, das seine Kraft aus größeren Pixeln schöpfen soll. Der CCD-Bildsensor behält allerdings weiterhin die Größe von 1/1,7 Zoll, die er auch schon bei der Powershot G10 hat. Im Endeffekt reduziert dies die Pixelzahl von vordem 14,7 Megapixel auf neuerdings 10 Megapixel. Meines Erachtens ein sinnvoller Schritt, wenn er sich denn in gesteigerter Bildqualität niederschlägt und – wie angekündigt – bei schlechten Lichtverhältnissen für bessere Fotos sorgt. Dass über die Güte der Darstellung kein Pixelwahl, sondern ein abgestimmtes Gesamtkonzept entscheidet, hat sich ja inzwischen herumgesprochen.</p>
<p><img src="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2009/08/081909_1728_CanonPowers2.png" alt="" align="left" />Ansonsten reizt mich noch das neue, dreh- und schwenkbare Display, das mit einer Diagolalen von 2,8 Zoll (7,1 cm) etwas kleiner als das starre 3-Zoll-LCD der G10 ausfällt, aber wieder mit 461.000 Bildpunkten aufwartet. Auf den integrierten HDMI-Anschluss könnte ich allerdings problemlos verzichten.</p>
<p>Ansonsten scheint beinahe alles beim Alten und Bewährten: 5-fach Zoom von 28 – 140 mm (in Entsprechung zum Kleinbildfilm), Lichtstärke zwischen 1:2,8-4,5, optischer Bildstabilisator und Autofokus. Wichtig für mich ist vor allem, das die G11 weiterhin über einen optischen Sucher verfügt. Was die Fotoeffekte betrifft, vergleiche ich nicht viel, da ich die meist nicht nutze. Und was die weiteren Unterschiede im Detail betrifft, so lassen sie sich ebenso wie die gesteigerte Bildqualität erst vergleichen, wenn die Kamera auf dem Markt ist. Das heißt dann also doch warten. Einfach um mal zu sehen, ob der Schritt, die Pixelzahl zu reduzieren und so die Empfindlichkeit auf ISO 3.200 zu erhöhen und das Bildrauschen zu vermindern, sich in der Güte der Aufnahmen niederschlägt. Dann wäre weniger tatsächlich mehr und Canons Powershot G11 die Kamera meiner Wahl.</p>
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		<title>Erweiterungen machen Browser unsicher: Internet Explorer, Firefox und Co. lassen sich nach wie vor leicht attackieren</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 10:45:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raymond Wiseman</dc:creator>
				<category><![CDATA[3. Software]]></category>
		<category><![CDATA[4. Internet]]></category>
		<category><![CDATA[5. Sicherheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Deutsche Sicherheitsnetz e.V. – dem Verein gehören als Mitglieder vor allem Volksbanken und Sparkassen an – hat Browser geprüft und durch die Bank für schlecht befunden. Ob Internet Explorer oder Firefox, im Durchschnitt ließen sich 54 Prozent aller Browser angreifen. Das ist nicht besonders beruhigend. Basis der Untersuchung waren 5.635 private PCs und als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das <a href="http://www.deutsches-sicherheitsnetz.de/verein.html">Deutsche Sicherheitsnetz e.V.</a> – dem Verein gehören als Mitglieder vor allem Volksbanken und Sparkassen an – hat Browser geprüft und durch die Bank für schlecht befunden. Ob Internet Explorer oder Firefox, im Durchschnitt ließen sich 54 Prozent aller Browser angreifen. Das ist nicht besonders beruhigend. Basis der Untersuchung waren 5.635 private PCs und als Ursache für die Angreifbarkeit hat das Deutsche Sicherheitsnetz die Plugins und Multimediaerweiterungen ausgemacht. Was das Web bunt, unterhaltsam und funktionell macht, ist offensichtlich gefährlich und bietet ein Einfallstor, nicht nur für Spiel und Spaß, sondern auch für Attacken. Während die Browser-Hersteller in den letzten Jahren ihre Anwendungen immer mehr abgeschottet haben, machen Plugins das beinahe geschlossene Tor wieder weit auf. Je offener die Browser aber durch die ungeprüfte Installation von Erweiterungen werden, desto ungeschützter sind sie auch.
</p>
<p>Dieses Resultat erstaunt im Endeffekt ebensowenig wie die Tatsache, dass der Browser mit den wenigsten Erweiterungsmöglichkeiten als sicherstes Surftool über die Ziellinie geht: Google Chrome. Was daran erstaunt ist ehere die Tatsache, das Googles Browser als potentieller Datenspion in die Kritik geraten war. Die Sammelleidenschaft der Browser und Plugins wurde aber bei dieser <a href="http://www.deutsches-sicherheitsnetz.de/presse/20090811-firefox-genauso-unsiche.pdf" title="Copyright des Diagramms: Deutsches Sicherheitsnetz e.V."><img align="left" src="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2009/08/081209_1045_Erweiterung12.png" alt="" border="0"/></a>Untersuchung nicht berücksichtigt.
</p>
<p>So geht Googles Chrome mit 46 Prozent Angreifbarkeit als Erster durchs Ziel, gefolgt vom Internet Explorer, der mit 53 Prozent auf Platz Zwei landet. Ihm folgen Opera mit 53,3 Prozent und dann erst der Firefox auf dem undankbaren vierten Platz. Immerhin 55 Prozent aller getesten Firefox-Installationen waren attackierbar.
</p>
<p>Da der Testzeitraum sich vom 1. Mai bis zum 31. Juli erstreckt, kamen nicht die neusten Versionen der Browser zum Einsatz. So gibt es vom Firefox beispielsweise siet dem 3. August die Version 3.5.2. Am Testergebnis wird dies aber wahrscheinlich nicht viel ändern, da die Gefahr weniger von den Anwendungen und mehr von den Ergänzungen ausgeht. Die Bandbreite der Browser und die erhöhte Sicherheit macht es Internet-Kriminellen offensichtlich schwer, die Anwednung direkt anzugreifen, so dass sie inzwischen den unkontrollierten Umweg über die Erweiterungen gehen. Die Schadsoftware wird als unbemerkte Beigabe zu Musikstücken und Videos, Texten und Dokumenten übertragen. Betroffen sind laut Deutschem Sicherheitsnetz vor allem die Multimedia-Komponenten, vor allem wenn sie veraltete Versionen der Medienprogramme nutzen. Daher ist es sinnvoll, stets die neusten Updates von Adobe <a href="http://get.adobe.com/de/flashplayer/">Flash</a>, <a href="http://get.adobe.com/de/reader/">PDF</a>, <a href="http://get.adobe.com/de/shockwave/">Shockwave</a>, Apple <a href="http://www.apple.com/de/quicktime/download/">Quicktime</a>, Microsoft <a href="http://www.microsoft.com/downloads/Browse.aspx?displaylang=de&amp;categoryid=2">DirectX</a>, <a href="http://www.microsoft.com/downloads/Browse.aspx?displaylang=de&amp;categoryid=4">Media Player</a>, <a href="http://www.microsoft.com/germany/net/silverlight/download.aspx">Silverlight</a>, Sun <a href="http://java.com/de/download/">Java</a> und den <a href="http://germany.real.com/realplayer/">Real Player</a> zu installieren, sofern die Funktionen überhaupt gebraucht werden. Ansonsten heißt es: Ein schlanker Browser surft besser.
</p>
<p>Die Lehre für den Anwender: Selbst die beste Browsertechnik bringt es nicht, wenn wir die Schwachstellen nachinstallieren. Wer darauf verzichtet, hat gute Chancen, dass sein System zur knappen sicheren Hälfte zählt.</p>
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		<title>Spinvox transkribiert Mailboxansagen mit Hilfestellung: Taktik statt Technik &#8211; manuelle Texteingabe statt Spracherkennung</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Aug 2009 12:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raymond Wiseman</dc:creator>
				<category><![CDATA[3. Software]]></category>
		<category><![CDATA[4. Internet]]></category>
		<category><![CDATA[6. Telefon]]></category>
		<category><![CDATA[7. Schreibwerkzeug]]></category>

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		<description><![CDATA[Wörtliche Rede, schwere Sprache. Das kann jeder bestätigen, der schon einmal mit einer Spracherkennung gearbeitet hat. Der Mensch denkt und der PC renkt die Wörter hin, wie er es versteht. Mit Mikrophon, Lautsprecher und Soundkarte sollen Texte sich direkt akustisch erfassen lassen, auf dass dann der Computer phonetische Zeichen in graphische wandle, wiewohl der Rechner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wörtliche Rede, schwere Sprache. Das kann jeder bestätigen, der schon einmal mit einer Spracherkennung gearbeitet hat. Der Mensch denkt und der PC renkt die Wörter hin, wie er es versteht. Mit Mikrophon, Lautsprecher und Soundkarte sollen Texte sich direkt akustisch erfassen lassen, auf dass dann der Computer phonetische Zeichen in graphische wandle, wiewohl der Rechner nicht weiß, was er schreibt.</p>
<p>Letzteres ist ein Problem, da sich Sinn oft nur aus dem Kontext ergibt. Gerade wenn die Sprachqualität zu wünschen übrig lässt, ist es für die Maschine schwer, die richtigen Worte zu finden. So erstaunt es nicht, dass die sprecherunabhängige Transkription noch immer zu wünschen übrig lässt. Immer? Nein, denn Spinvox bietet anscheinend eine überzeugende Lösung: Ansagen, die auf dem Anrufbeantworter des Mobiltelefons hinterlassen werden, wandelt der Dienst in Texte, die per SMS und Mail den Adressaten erreichen. So geht keine wichtige telefonische Mitteilung verloren, selbst wenn wir nicht in der Lage sind, das Gespräch anzunehmen. So überzeugend der Service, so zweifelhaft ist seine technische Umsetzung. (<a href="#Spinvox">Doch davon am Ende mehr</a>.) Auf jeden Fall wünschten wir uns auch für den PC eine sprecherunabhängige Spracherkennung, bei der wir ohne Training und Personenbeschränkung einfach drauflosreden könnten, gerne auch mit mehreren Personen. Mitschriften von Telefonaten, Diskussionen und geistreichen Unterhaltungen (selbstverständlich nach vorheriger Ansage), ließen sich so leicht archivieren und rasch durchsuchen. Doch noch sind wir nicht soweit.</p>
<p>Zwar hat die Technik in den letzten 10 Jahren hier erstaunliche Fortschritte gemacht, doch noch immer bedarf der gesprochene Text der Nachbearbeitung. Das gilt, obwohl alle funktionierenden Diktiersysteme, die Sprache in Text wandeln, vorab trainiert werden müssen. Das heißt, vor der Transkription muss die Software den Sprecher und seine Ausprache erst einmal kennenlernen, um anschließend durchaus passable Texte zu schreiben.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-546" title="Lorelei" src="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2009/08/Lorelei1.jpg" alt="Lorelei" width="482" height="571" />Ein Blick zurück lehrt uns, dass dies nicht immer so war. Vor rund einem Dutzend Jahren teste ich Dragons Natural Speaking und IBM ViaVoice mit Heinrich Heines &#8220;<a href="http://www.lyrikwelt.de/gedichte/heineg4.htm">Lorelei</a>&#8220;. Das Ergebnis war nicht gerade textnah, wohl aber kreativ und insprierend: Natürliche Spracherkennungen entwickeln durchaus ihre dichterische Leistung, wenn auch unfreiwillig. Denn wenn auch dem Computer der Transfer von Laut in Schrift gelingt, der Inhalt bleibt okkult: Er weiß nicht, was soll es bedeuten.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Ich weiß nicht Wasser des bedeutenden<br />
daß ich so traurig in;&#8221;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Nicht traurig, eher heiter läßt der Rechner als ansehnliches Bächlein den Anfang der Loreley ab. Konkreter Poet der Nachdichtung war die Dragon NaturallySpeaking in der Version 2.0, die sich untrainiert, nicht jedoch untalentiert unseres Vortrags annahm. Inzwischen sind ist Natural Speaking übrigens bei der Version 10 angelangt.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Die andere Spracherkennung, die mir damals zur Verfügung stand, war die erste Version vom IBM ViaVoice, das 2003 in der Version 10 erschien, aber seit 2005 nicht mehr weiterentwickelt wird. ViaVoice hielt sich zunächst eng ans Original und schafft erst ab der dritten Zeile kreative Distanz zu Heines Text:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;ein mehr sehen aus alten Zeiten,<br />
daß, wenn nicht aus dem Sinn.&#8221;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Werktreue im traditionellen Sinn kehrt in die diktierten Texte erst ein, wenn wir uns Zeit nehmen, die Software individuell einzustimmen. Nur wer auf diese Lernphase verzichtet, kommt in den Genuß, des freien poetisch Textflußes:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;die Luft ist kühl und ist. Gilt,<br />
unruhig fließt der Freien;<br />
der gibt für des Tages. Held<br />
im abends Sonnenschein.&#8221;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Naturbetrachtungen aus der Maschine. Im elektrischen Licht von ViaVoice gewinnt die Lyrik beinahe adoleszente Züge:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;die schönste Jugend Krause zeigt<br />
dort oben wunderbar;&#8221;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Da wäre mancher gerne dabei gewesen, mitten in der Daten Fülle, wenn die Spracherkennung im Fluß der Rede die Wörter ortet. Daß der Rechner dem Sprecher kein Verständnis entgegenbringen kann und der Sinn, den er gibt, analytisch ist, gibt dem berechneten Unsinn eine neue Dimension. So geht ViaVoice mit eigener Dynamik die nächsten Zeilen medienfreundlich an, um dann beinahe maßlos zu werden:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Sie kennt es mit goldenen Kamera<br />
und singt ein Lied der prallen;<br />
das hat eine Wunder Sammer,<br />
gewaltige Mengen und darlegen.&#8221;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Das hat eine wundersame, gewaltige Melodei, hätte wohl Heine geschrieben, ließe ihn die Spracherkennung noch zu Wort kommen. Doch der Computer ist unbeeindruckt von Rang und Namen, Stellung und Stand, weiß nichts vom Ruhm des Autors und der Situation des Sprechers, kennt weder Ziele noch Werte. Der Rechner kennt weder Alter noch Geschlecht, weder Eigenheiten oder noch Sprachfehler des Redners, kann ihn nicht sehen und nur so weit hören, wie es die Qualität der Soundkarte und des Mikrophons zuläßt. Unbeeinflußt von Sympathie und Geschmack entwickelt er sich zum gerechtesten Medium der Literatur:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;ich glaube die Quellen verschwinden&#8221;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Ja, es geht nur noch um die direkte Authentizität des schriftlichen Zeichens. Der Rechner entkoppelt seine literarische Innenwelt und bevölkert sie. So bleiben in ViaVoice</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;am Ende Chef, Frauen,&#8221;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">und &#8211; nomen est omen &#8211; in Natural Speaking</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Schäfer und Hahn;&#8221;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Nun das Idyll stürzte, als wir Hand anlegten und uns gemeinsam mit der Sprachsoftware den empfohlenen Trainingsmethoden unterwarfen. Nach gewissenhaftem Proben ereilte uns am Bildschirm in klassischer Textnähe der Erfolg der Übung. Sowohl IBMs ViaVoice als auch Dragons Natural Speaking brachten dann schon damals das Lied der Loreley beinahe fehlerfrei zu Datei.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Noch einmal schmunzeln läßt uns das Quentchen Naivität, mit dem ViaVoice nach der Vokabularerweiterung mit Heines Loreley fragt, ob der analysierte Text typisch sei für unsere Diktate. Wir schütteln bedauernd den Kopf und lassen Heine noch einmal in ViaVoices Stimme erklingen. Da heißt es am Ende:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;und das hat mit Ihrem Sinne<br />
die Lore leid getan.&#8221;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Uns auch, denn den ersten Status kreativer Unschuld erlangen weder Spracherkennungen noch Sprechende je zurück.</p>
<p>Diese archivierte Erfahrung vor Augen, erstaunten wir, als wir vor anderthalb Jahren damit begannen, <a href="http://www.spinvox.com/">Spinvox</a> zu testen. Sprecherunabhängig sollte der Dienst Nachrichten, die in durchaus reduzierter Sprachqualität übers Telefon auf dem Anrufbeantworter unserer Mobilmailbox landeten, in geschriebene Texte wandeln. Und es funktionierte so gut, dass wir an der technischen Errungenschaft zweifelten, spätesten als uns ein Kollege aus dem Ruhrpott den &#8220;Prolog im Himmel&#8221; aus Gothes Faust I auf den Anrufbeantworter zitierte. Spinvox transkribierte fehlerfrei:</p>
<pre style="padding-left: 30px;"><span style="font-family: Consolas; line-height: 18px; font-size: 12px; white-space: pre;">Sie haben eine neue Voicemail von +49203586xxx</span></pre>
<pre style="padding-left: 30px;">---------
"Die Sonne tönt nach alter Weise in Brudersphären Wettgesang
und ihre vorgeschriebene Reise vollendet sie mit Donnergang.
Ihr Anblick gibt den Engeln Stärke, wenn keiner sie ergründen mag,
die unbegreiflich hohen Werke sind herrlich wie am ersten Tag. Ciaoui."
- via SpinVox.
----------</pre>
<pre style="padding-left: 30px;">Nachricht erhalten am Jan 23, 2008 7:08:01 PM</pre>
<p><span style="font-family: Georgia; line-height: 19px; white-space: normal; font-size: 13px;"><img class="alignleft size-full wp-image-555" title="Faust Prolog" src="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2009/08/Faust-Prolog.jpg" alt="Faust Prolog" width="525" height="363" /></span></p>
<p style="padding-left: 0px;">An diesen Text wäre spätestens beim &#8220;Brudersphären Wettgesang&#8221; so mancher orthografisch gescheitert. Lässliche Verfehlung ist daher, dass die &#8220;vorgeschriebene Reise&#8221; sich Original auf eine &#8220;vorgeschriebne&#8221; rhythmisch verkürzt. Wir wiederholten diesen Test im Laufe der Zeit mir manigfachen Texten und ganz normalen Nachrichten. Das Ergebnis überzeugte jedes Mal – abgesehen von kleinen Mißverstehern – und war&#8217;s dann schon. Wir konnten uns es nur so erklären, dass jemand handisch alles nachbearbeitet. Was die automatische Spracherkennung nicht versteht, wird von Mitarbeitern abgehört und eingetippt. Das hat sich nun bei der Spinnvox-Demo bestätigt, an der Milo Yiannopoulos teilnahm und in <a title="TechCrunch Europe" href="http://uk.techcrunch.com" target="_blank">TechCrunch</a> (UK) über sie berichtete. Sein Selbstversuch endete – wie er schreibt – beim menschlichen Nachbearbeiter:</p>
<blockquote>
<p style="margin-left: 36pt"><a title="Spinvox secures £15m more, but the demo didn’t really answer the big questions" href="http://uk.techcrunch.com/2009/08/04/spinvox-secures-15m-more-but-the-demo-didnt-really-answer-the-big-questions/" target="_blank">I left a message, at a brisk speed, that included my full name, the word &#8220;TechCrunch&#8221; and an invitation for the &#8220;recipient&#8221; to call me back. I believe that the message was a reasonable and realistic approximation of a real-world message, albeit with a few strange words in it. The SpinVox system failed to convert the whole message &#8211; ok, so most humans can&#8217;t spell Yiannopoulos &#8211; and passed it to a human &#8220;agent&#8221; (who was sitting in the room with us).<br />
</a></p>
<p style="margin-left: 36pt"><a title="Spinvox secures £15m more, but the demo didn’t really answer the big questions" href="http://uk.techcrunch.com/2009/08/04/spinvox-secures-15m-more-but-the-demo-didnt-really-answer-the-big-questions/" target="_blank">Here&#8217;s where it got ugly. From observing the &#8220;tenzing&#8221; process in action, it was clear to us that the system had failed to pick up a single word in the message correctly. The agent in the room had to listen to and </a><em><a title="Spinvox secures £15m more, but the demo didn’t really answer the big questions" href="http://uk.techcrunch.com/2009/08/04/spinvox-secures-15m-more-but-the-demo-didnt-really-answer-the-big-questions/" target="_blank">manually type the entire message</a></em><a title="Spinvox secures £15m more, but the demo didn’t really answer the big questions" href="http://uk.techcrunch.com/2009/08/04/spinvox-secures-15m-more-but-the-demo-didnt-really-answer-the-big-questions/" target="_blank">, from beginning to end. SpinVox has previously claimed that agents do not get to hear entire voicemail messages; only enough to give context and enable transcription. That&#8217;s not what I saw this morning. </a></p>
</blockquote>
<p>Da bleibt von der technischen Innovation nicht viel übrig. Der Dienstleistung tut dies keinen Abbruch, einmal abgesehen davon, dass auch vertrauliche Nachrichten nicht ungehört bleiben. Doch Abschreiben kann jeder. Vorausgesetzt er weiß, wie sich &#8220;Brudersphären Wettgesang&#8221; buchstabiert. Doch im Wettgesang der Spracherkenner hat Spinvox sein Solo verspielt. Hier bleibt mit gutem Willen höchstens noch Platz im begleitenden Chor. Statt innovativer Hightech ein solider Service. Schön und gut: Doch Konzert der IT-Konzerne geht Spinvox damit sang und klanglos unter. Oder, um abschließend noch die letzte Strophe von Heines &#8220;Lorelei&#8221; erklingen zu lassen:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Ich glaube, die Wellen verschlingen<br />
Am Ende Schiffer und Kahn;<br />
Und das hat mit ihrem Singen<br />
Die Lorelei getan.&#8221;</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Microsofts Spagat: Kommt Windows 7 mit oder ohne Internet Explorer? Microsoft braucht Handlungssicherheit für sein wichtigstes Produkt</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Jul 2009 09:11:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raymond Wiseman</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Betriebssystem ohne Browser, das war der letzte Stand der Dinge in Windows 7, jedenfalls soweit es Europa betrifft. Der Internet Explorer sollte bei Windows 7 fehlen. Mit diesem Schritt wollte Microsoft in vorauseilendem Gehorsam die Anforderungen des laufenden Kartellverfahrens der EU-Kommision erfüllen. Doch diese Entscheidung trifft bei der EU-Kommission nicht auf reine Gegenliebe. Verständlich. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Betriebssystem ohne Browser, das war der letzte Stand der Dinge in Windows 7, jedenfalls soweit es Europa betrifft. <a href="http://www.qwertz.de/windows-ohne-browser-da-konnt-ihr-lange-suchen-europa-bekommt-windows-7-ohne-internet-explorer/">Der Internet Explorer sollte bei Windows 7 fehlen</a>. Mit diesem Schritt wollte Microsoft in vorauseilendem Gehorsam die Anforderungen des laufenden Kartellverfahrens der EU-Kommision erfüllen. Doch diese Entscheidung trifft bei der <a title="Antitrust: Commission statement on Microsoft Internet Explorer announcement" href="http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=MEMO/09/272&amp;format=HTML&amp;aged=0&amp;language=EN&amp;guiLanguage=en" target="_blank">EU-Kommission nicht auf reine Gegenliebe</a>. Verständlich. Statt dem Anwender ein funktionierendes System zu bieten – und hierzu gehört heute auch der Zugang zum Internet – sollte der Anwender erst einmal nachinstallieren. Leichter gesagt, als getan: Denn da der Browser im System fehlt, lassen sich Alternativen ja nicht online beziehen. Also muss ein Datenträger vorliegen, auf dem Firefox, Opera, Chrome, Safari, irgendein anderer Browser oder sogar der Internet Explorer zur Nachinstallation bereitstehen. Das ist nicht anwenderfreundlich, sondern eine Farce.</p>
<p>Lieber sähe es die EU-Kommision, wenn der Anwender direkt bei der Installation die Wahl zwischen verschiedenen Browsern hätte. Die preferrierte Lösung: Microsoft soll auch die Produkte des Mitbewerbs distribuieren. Mag das auch für den Nutzer attraktiv sein, so erscheint es geschäftspolitisch einigermaßen absurd. Immerhin geht es für Microsofts Internet Explorer – <a href="http://www.blogcopy.de/es-rauscht-im-browser-wald-medien-nzz-online">einst mit über 90 Prozent Marktführer</a> – längst darum, beim Rennen um Marktanteile im Browser-Markt keinen Boden zu verlieren.</p>
<p><img src="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2009/07/072709_0911_MicrosoftsS1.png" alt="" align="left" />Wer würde sich gerne zum Steigbügelhalter der Konkurrenz machen. Aber manchmal geht es anscheinend nicht anders, wenn man selbst aufs Pferd und ins Rennen kommen will. Daher versucht <a title="Microsoft Proposal to European Commission" href="http://www.microsoft.com/presspass/press/2009/jul09/07-24statement.mspx" target="_blank">Microsoft es mit einem neuen Vorschlag</a>: Der Internet Explorer selbst bietet aber dem Anwender direkt eine Auswahl verschiedener Alternativen an, mit denen der Anwender ihn ersetzen kann. In den <a title="Georg Binder: EU &amp; Microsoft: Browserfrage geklärt?" href="http://www.windowsblog.at/post/2009/07/25/EU-Microsoft-Browserfrage-geklart.aspx" target="_blank">Auswahlbildschirm </a>(Ballot Screen genannt) sollen maximal 10 Anwendungen aufgenommen werden, die in Europa mindestens 0,5 Prozent Marktanteil haben. Das bietet zumindest auf dem Papier eine Chance auch für kleinere Mitbewerber (nicht aber für Nischenprodukte) in die engere Auswahl zu kommen. Bezogen werden die ausgesuchten Browser dann von den Webseiten der Hersteller. Zusätzlich kann der Internet Explorer auch deaktiviert werden. In diesem Fall will Microsoft auch darauf verzichten, den Internet Explorer über Windows Updates anzubieten und ihn im System mit Installationslinks zu bewerben.</p>
<p>So weit, so gut. Doch Microsofts Angebot geht weiter: Der Auswahlbildschirm ist nämlich nicht auf Windows 7 beschränkt, sondern soll über Windows Update auch bei Windows XP und Vista angezeigt werden. Das Entegenkommen von Microsoft hat allerdings seinen Preis. Die EU soll auf die angedrohten Bussgelder und Strafen verzichten. Rund 2 Milliarden Euro –  so viel ist Microsoft offensichtlich der Internet Explorer in Europa doch nicht wert. Offen bleibt aber die Frage, was sich die EU den Spaß kosten lassen will und ob ihnen. Somit ist noch keine Entscheidung getroffen.</p>
<p>Die termingerechte Markteinführung von Windows 7 am 22. Oktober aber ist für das Unternehmen wichtig. Die <a href="http://www.blogcopy.de/software-microsoft-muss-auf-windows-7-hoffen">Quartalszahlen</a> sprechen für sich. Daher wird die momentan avisierte finale Konfiguration <span style="text-decoration: line-through;">k</span>einen Internet Explorer enthalten.</p>
<p>[Update im Gedicht:<br />
Microsoft hat umvisiert<br />
und Windows wieder umfrisiert,<br />
wie vorher<br />
mit Explorer]</p>
<p>Die finale englische Version wird für <a title="Daniel Melanchton: Windows 7 RTM" href="http://blogs.technet.com/dmelanchthon/archive/2009/07/23/windows-7-rtm.aspx" target="_blank">Hard- und Software-Hersteller mit Connect-Zugang und Abonnenten von Microsofts MSDN und Technet ab 6. Oktober </a>bereitstehen, andere Sprachen gibt es erst ab 1. Oktober.</p>
<p>Ziemlich sicher ist es, dass es sich bei europäischen Endprodukten von Windows 7 um Versionen <span style="text-decoration: line-through;">ohne</span> [Update: mit] Internet Explorer handeln wird. Was die Windows-7-Versionen, die vorinstalliert auf Rechnern ausgeliefert werden, soll die Variante mit dem Browser-Auswahlbildschirm in Angriff genommen werden, sobald die EU-Kommission dem Vorschlag zustimmt. [Update: Dann soll der Ballot Screen über Windows Update online auf alle Windows 7 Rechner übertragen werden und der Kunde hat die Wahl, aber nur wenn das Online-Update aktiviert ist. Dann allerdings etwas später auch auf XP und Vista.] <span style="text-decoration: line-through;">Anders sieht es bei den Produkten für Endverbraucher aus. Die werden wohl erst einmal ohne Internet Explorer und integrierte Wahlmöglichkeit auf den Markt kommen. Eine Änderung greift hier wohl erst, wenn nach der Zustimmung der Wettbewerbsbehörde die Produkte mit dem großen E für Europäisch (beispielsweise Windows 7 Home Premium E) ausverkauft sind.</span> Danach könnte Microsoft dann auch in Europa wieder zur gewohnten Upgrade-Politik zurückkehren, bei der sich die neue Version über den Vorgänger überinstallieren lässt. Dies würde die angekündigte Prozedur, bei der nur die komplette Neuinstallation möglich ist, ersparen. Andererseits bräuchte Microsoft keine Vollversionen mehr zum Upgrade-Preis verkaufen.</p>
<p>Das wäre sicherlich ein Bonus fürs Unternehmen. Der Malus aber bleibt, dass das weltgrößte Softwarehaus offensichtlich willens ist, seine Geschäftspolitik beeinflussen zu lassen, ohne dass eine rechtskräftige Entscheidung seitens der EU vorliegt. Das kann als Zeichen der Schwäche oder des guten Willen gewertet werden.  Lässt sich Microsoft durch Einsparungen in Milliardenhöhe den Schneid abkaufen oder sucht es schlicht den besten Weg zum Verbraucher.  Ob &#8220;Hü&#8221; oder &#8220;Hott&#8221;: Zu solchen Zugeständnissen war Microsoft früher nicht bereit. Für die Konsumenten aber hat die Gesprächsbereitschaft ihr Gutes. Und sie zeigt , dass all jene aufs falsche Pferd gesetzt haben, die Microsoft auf dem Weg zur Weltherrschaft wähnten. Die Märkte sind eben volatil. Diese Panik war überflüssig.</p>
<p>[Update]</p>
<p>Die Entscheidung ist getroffen: Microsoft bringt Windows 7 in Europa genau so wie für die anderen User dieser Welt mit Internet Explorer 8. Wenn die EU-Kommission ihr Ja-Wort gibt zum Ballot Screen, macht Microsoft in Zukunft Reklame für die Konkurrenz, schweren Herzens. Wenn nicht, dann gibt&#8217;s bald eine neue Runde bei der heiteren Versionensuche. Kommt dann vielleicht doch noch Windows 7 E, äh?</p>
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		<title>Und das Wort ist Schrift geworden: Wie Zeichen Zeichen setzen im digitalen Text und was uns an Substanz verloren geht</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Jul 2009 09:04:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raymond Wiseman</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich erinnere mich jener Tage, als ich &#8211; zu schulischer Leistung gezwungen &#8211; mir Goethes &#8220;Seelige Sehnsucht&#8221; einprägte. Die Prägung hat Bestand und reicht durchaus über mich hinaus, auch wenn meine lieben Mitmenschen meine Rezitation spätestens bei &#8220;höherer Begattung&#8221; stoppen. Ehrlich gesagt: Auf ihr &#8220;Genug, genug&#8221; höre ich gerne, bevor meine Lücken im Text beginnen.
Dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich erinnere mich jener Tage, als ich &#8211; zu schulischer Leistung gezwungen &#8211; mir Goethes &#8220;<a href="http://www.deutschelyrik.de/start/Epochen/Klassik/prod/Selige-Sehnsucht.html?xz=0&amp;ci=74" target="_blank">Seelige Sehnsucht</a>&#8221; einprägte. Die Prägung hat Bestand und reicht durchaus über mich hinaus, auch wenn meine lieben Mitmenschen meine Rezitation spätestens bei &#8220;höherer Begattung&#8221; stoppen. Ehrlich gesagt: Auf ihr &#8220;Genug, genug&#8221; höre ich gerne, bevor meine Lücken im Text beginnen.</p>
<p>Dem entgegen steht die Schriftform des Textes. Hier kann alles weitergegeben werden, was aufgezeichnet wird. Das Aufzeichnen von Zusammenhängen ist nicht neu. Wer möchte, kann unter diesem Aspekt mit den ersten Höhlenmalereien die Reise in der Vergangenheit beginnen. Daß die Schrift sich zum Zeichen, der reduzierten Zeichnung entwickelte, ist ein kulturgeschichtliches Phänomen. Hierbei mag neben anderen Aspekten einerseits der Wunsch nach allgemeiner Verständlichkeit, andererseits die menschliche Bequemlichkeit eine Rolle gespielt haben.</p>
<p><img src="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2009/07/072009_0903_UnddasWorti1.png" alt="" align="left" />Es gab Zeiten, da wäre solches Vergessen &#8211; kollektiv gesehen &#8211; der Untergang des Textes gewesen. Dies galt und gilt noch immer für jene Texte, die nicht in Schriftform festgehalten wurden. Ein nicht gar so altes Beispiel sind die Hausmärchen, denen das Bemühem der Grimms die Schriftform gab. Zwar hängt die mündliche Überlieferung meist nicht vom Kopf des Einzelnen ab, denn das Überleben des Textes wird durch die Erinnerung vieler Interessenten gesichert. Doch hierin liegt gleichzeitig ein wesentlicher Schlüssel: Bewahrt wird nur das Interessante. Was nicht der Rede wert war, findet keine Überlieferung.</p>
<p>Die Zeichensätze, die nicht aus Bildern, sondern aus Buchstaben bestanden, waren leichter erlernbar und auch einfacher zu schreiben. Schriftkenntnisse verbreiteten sich und waren mit der Zeit nicht länger einigen Gelehrten vorbehalten. Wer schreiben konnte, hatte die Möglichkeit festzuhalten, was er wollte. Ausschlaggebend für die Übermittlung war nicht mehr, daß interessant war, was gesagt wurde. Es wurde ja geschrieben. Das Geschriebene brauchte nicht einmal gelesen zu werden. Das Schreiben reichte, um es zu konservieren. Die einfachere Handhabbarkeit der Zeichen macht es möglich. Solange Worte rar waren, waren die Sätze getragen von Sinn. Und solange die Druckmedien fehlten, war jedes Wort gezeichnet von der Linienführung einer Hand.</p>
<p><img src="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2009/07/072009_0903_UnddasWorti2.png" alt="" align="left" />Mit Gutenberg kam dann die Schrift in die Maschine und in der Folge der Sinn der Buchstaben unter die Räder. Nicht länger die Worte, in denen sie geschrieben standen, bestimmten ihre Sinngehalte, sondern sie wurden austauschbar wie eben einzelne Lettern. Zwar hatten Lettern noch Substanz, doch diese waren ungebunden, ohne Inhalt. Erst der Druck, die Fixierung auf der Seite, bändigte die freie Fluktuation, fasste sie in bleibende Wörter, Sätze, Abschnitte, deren Bögen gefalzt, gelegt, geheftet oder geleimt zum Buchblock oder Zeitung.</p>
<p>Die Texte aber, die mir heute Textverarbeitung und Internet, Downloadbücher und ePaper, PCs und digitale Lesemaschinen bescheren, fehlt dieser Zusammenhang. Sie lösen sich wieder auf: <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2009/07/19/digitale-buecherverbrennung-und-feudalismus-bei-amazon.aspx">Texte lassen sich aus dem Zusammenhang</a>, Aussagen aus dem Kontext und Zeichen aus den Wörtern entfernen. Und mehr noch.</p>
<p><img src="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2009/07/072009_0903_UnddasWorti3.png" alt="" align="left" />Wenn ich heute den PC anschalte und die Textverarbeitung starte, kann ich Texte verfassen mit Zeichen, die jeder Substanz entbehren. War der einzelne Buchstabe bislang wenigstens noch ein greifbares Element, so tritt er nun als ein Konglomerat einzelner Punkte in Erscheinung. Allein hat keiner dieser Punkte einen Wert. Er birgt nichts, hat kein Gesicht, und kann beinahe bedenkenlos gegen jeden anderen Punkt getauscht werden, ohne dass dies irgendeinen Sinn änderte.</p>
<p>Vom Satz, den Menschen miteinander wechselten, über das Bild zum Zeichen. Vom Zeichen, das mit der Hand gezeichnet das einzelne Wort schrieb, über die wiederverwendbaren Lettern zum Punkt.</p>
<p><img src="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2009/07/072009_0903_UnddasWorti4.png" alt="" align="left" />Die Punkte setzen mir nun alle Texte in jeder Gestalt zusammen. Endlich habe ich &#8211; rein theoretisch &#8211; die Schriften dieser Welt auf meinem Rechner. 426 Fonts zähle ich soeben. Die Zahl wächst mit jedem Tag: Die Welt der Schrift, sie paßt auf meinen Monitor. Die Schrift des Textes wechsle ich per Mausklick. Des Textes Inhalt, er bleibt unberührt. Blieb er tatsächlich gleich?</p>
<p>Seit Menschen Hand in Stein die ersten Zeichen gruben, hat auch das Medium Gewicht. Und seine Schwere oder Leichtigkeit, sie hält sich durch. Sie trägt und wird getragen. Sie prägt das, was zu sagen war, geschrieben wurde, eingegeben ist. Uns fällt die Eingabe so leicht, wie Tasten klappern, gelöscht ist schnell, nichts hat Bestand. So einfach ist die Eingabe, daß sich auf Eingebungen schnell verzichten läßt. Der schöne Text ist das geschätzte Resultat.</p>
<p>Der Inhalt wird so weich, wie jene Software die ihn faßt. Und Niederschrift ist schließlich das Ergebnis dieser Rechnung: Plus/Minus/Null. Was bleibt zu sagen?</p>
<p><em>Tut ein Schilf sich doch hervor<br />
Welten zu versüßen.<br />
Möge meinem Schreiberohr<br />
Liebliches entfließen!<br />
</em>(J.W.Goethe, West-östlicher Divan,<br />
<a href="http://www.zeno.org/Literatur/M/Goethe,+Johann+Wolfgang/Gedichte/West-östlicher+Divan/Buch+des+Sängers/%5bTut+ein+Schilf+sich+doch+hervor%5d">Nachsatz zum Gedicht &#8220;Seelige Sehnsucht&#8221;</a>)</p>
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		<title>Technik und Motor ab sofort wieder am Dienstag: Nach Leserprotesten holt die F.A.Z. TuM auf den bewährten Stammplatz zurück</title>
		<link>http://www.qwertz.de/technik-motor-dienstag-leserprotest-faz-stammplatz/</link>
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		<pubDate>Sun, 19 Jul 2009 13:17:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raymond Wiseman</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Leser hat gesprochen: Während rundum Printmedien die Stirn in Sorgenfalten legen, über Leserschwund klagen und die Alternative in kostenlosen Internetdiensten suchen, hat die Redaktion von &#8220;Technik und Motor&#8221; (TuM) Erfreuliches zu vermelden. Nachdem das F.A.Z.-Ressort mit seinem Buch zu Jahresbeginn vom angestammten Dienstag auf den Samstag wechselte und hier die Wochenendausgabe der Frankfurter Allgemeinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Leser hat gesprochen: Während rundum Printmedien die Stirn in Sorgenfalten legen, über Leserschwund klagen und die Alternative in kostenlosen Internetdiensten suchen, hat die Redaktion von &#8220;Technik und Motor&#8221; (TuM) Erfreuliches zu vermelden. Nachdem das F.A.Z.-Ressort mit seinem Buch zu Jahresbeginn vom angestammten Dienstag auf den Samstag wechselte und hier die Wochenendausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bereicherte, kehrt TuM nun zurück auf seinen beliebten Stammplatz. Der Grund: Die Leser revoltierten.</p>
<p>Offensichtlich war der Druck der Stammleser so stark und ihre Zahl so groß, dass die Entscheidung ein halbes Jahr nach der Umstellung revidiert werden musste. Diese Einsicht der F.A.Z. ist nicht nur ein Resultat größter Lesertreue, sondern der massive Widerspruch zeigt auch, wie <img src="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2009/07/071909_1317_TechnikundM13.png" alt="" align="left" />stark das gedruckte Wort noch immer Zuspruch findet. Wer TuM liest, will es am Dienstag in den Händen haben. Dass viele der <a href="http://www.faz.net/s/Rub1F4BBFAC4C2F4FE695D0BC0790B9957F/Tpl~Ecommon~Sressort.html" target="_blank">TuM-Artikel im Internet</a> zusätzlich auf den Seiten von <a href="http://www.faz.net/s/homepage.html" target="_blank">faz.net</a> zu finden sind, ist zwar ein zusätzlicher und gern genutzter Service, ersetzt aber offensichtlich nicht das Papier. Wie anders könnte der lautstarke Leserprotest verstanden werden. Und so konstatiert Wolfgang Peters, der Chef des TuM-Ressorts, mit berechtigtem Stolz, dass ab 21. Juli Technik und Motor wieder an alter Stelle mit neusten Informationen in bewährter Qualität zu finden sein wird:</p>
<p><em>Weil niemand eine Zeitung gegen den Willen der Leser machen (und vor allem verkaufen) kann, wirft die Redaktion von TuM ihre Ideenmaschine an, konzipiert, schreibt und redigiert für den nächsten und dann für alle kommenden Dienstage und freut sich auf und für die Leser.</em><em><span style="font-family: Verdana; color: #464646; font-size: xx-small;"><span> </span></span>Sie verbeugt sich damit vor ihnen und bedankt sich. Denn ihre Hartnäckigkeit hat ja gute Gründe. Sie finden diese von jetzt an wieder an jedem Dienstag. In Ihrem &#8220;Technik und Motor&#8221;.<br />
(Quelle: &#8220;Wieder dienstags&#8221; von Wolfgang Peters am 18.07.09 in Technik und Motor)<br />
</em></p>
<p>Wir freuen uns mit ihm, zeigt das Leservotum doch, wie wichtig Zeitungen heute noch sind, vorausgesetzt sie werden inhaltlich richtig positioniert und bieten die perfekte Mischung aus Information, Hintergründen und Meinung. Die Leserschaft aber ist keine schweigende Masse, sondern es handelt sich um Rezipienten, die Ihre Meinung deutlich kundtun, ob per Brief, Telefon, Fax oder auch E-Mail. Die Frankfurter Allgemeine hat die Chance genutzt und bewiesen, dass sie hört, was ihre Leser zu sagen hat. Und das ist wirklich eine gute Nachricht.</p>
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		<item>
		<title>TechCrunch veröffentlicht geheime Twitter-Dokumente: Vor der Publikation vertraulichen Materials wirft sich Arrington in Pose</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 13:52:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raymond Wiseman</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Grenze zwischen Information  und Verrat ist fließend. Das beweist momentan TechCrunch, eines der wichtigsten und bekanntesten Technik-Blogs. Ein Hacker hat TechCrunch nach eigener Aussage 310 Dokumente zugesandt, deren Inhalte nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Teilweise scheint es sich hierbei um strategisches Material von Twitter zu handeln, teilweise um privates Material von Mitarbeiter und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Grenze zwischen Information  und Verrat ist fließend. Das beweist momentan <a href="http://www.techcrunch.com" target="_blank">TechCrunch</a>, eines der wichtigsten und bekanntesten Technik-Blogs. Ein Hacker hat TechCrunch nach eigener Aussage 310 Dokumente zugesandt, deren Inhalte nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Teilweise scheint es sich hierbei um strategisches Material von Twitter zu handeln, teilweise um privates Material von Mitarbeiter und sicherlich teilweise um höchst uninteressantes Material, dessen Veröffentlichung nur langweilen würde. So will dann TechCrunch-Gründer Michael Arrington zusammen mit seiner Mannschaft eine Auswahl treffen und das Material publizieren. Das ist eine redaktionelle Entscheidung, deren Wert sich nur im Nachhinein ermessen lässt. Ob der Vertraulichkeitsbruch, den der Informant begangen hat, die Information der Öffentlichkeit lohnt, werden wir anhand des Materials beurteilen.</p>
<p>Was uns aber stutzig macht, ist der <a href="http://www.techcrunch.com/2009/07/14/in-our-inbox-hundreds-of-confidential-twitter-documents/" target="_blank">Hype</a>, den TechCrunch im Vorfeld initiierte. Anstatt dass die Herren und Damen ihre Verantwortung enst nehmen und selbst eine Entscheidung treffen, so wie es in jeder normalen Redaktion an der Tagesordnung ist, machten sie ein Riesenbohei: Sie fragten ihre Leser nach Ihrer Meinung, ohne allerdings eine einzige relevante Entscheidungsgrundlage mitzuliefern. Und flugs entspann sich eine unfundierte Diskussion über Ethik und Geheimnisverrat, Persönlichkeitsrechte und Informationsbedürfnis. Wohlgemerkt: Keiner der Diskutanten konnte beurteilen, was da angeblich ins TechCrunch-Postfach gelegt worden war.</p>
<p>Trotz aller Lücken im Nachrichtenapparat war sich die Mehrzahl der Leser einig, dass die Beschaffungskriminalität, die das Twitter-Material TechCrunch zuspielte, nicht noch durch Publikation belohnt oder verstärkt werden solle. Das wundert ein wenig, machen doch einerseits Enthüllungen einen Großteil der Attraktivität der Internet-Information aus, und war doch andererseits gar nicht bekannt, ob lesenswerte Offenbarungen im Konvolut enthalten sind. So hat Michael Arrington durchaus recht, wenn er betont, dass es zu TechCrunchs täglichem Geschäft zählt, vertrauliches Material öffentlich zugänglich zu machen.</p>
<p>Basierend auf dieser simplen Erkenntnis und als Resultat der einfachen Tatsache, dass außer der Redaktion und dem Hacker keiner die Inhalte des Infopakets kennt, hat Arringtons Redaktion dann entschieden: Entgegen der <a href="http://www.techcrunch.com/2009/07/15/our-reaction-to-your-reactions-on-the-twitter-confidential-documents-post/">Mehrheitsmeinung</a> ihrer Leser werden sie Ausschnitte aus dem Twitter-Kram veröffentlichen. Ob sich&#8217;s lohnt, daran lässt schon <a href="http://www.techcrunch.com/2009/07/15/final-tweet-the-twitter-reality-tv-show-pitch/" target="_blank">die erste Enthüllung</a> zweifeln: Sie geht um Twitters TV-Show, ein Projekt, das schon im Mai an die Öffentlichkeit drang. Abgesehen davon, dass sich in den letzten drei Monaten kein Neuigkeitswert ergeben hat, langweilt das entlarvte Konzept eher. Wenn die restlichen Enthüllungen den gleichen Wert haben, legen wir lieber die Decke des Schweigens drüber. Dafür lohnt sich kein Enthüllungsjournalismus.</p>
<p>Vor allem aber lohnt sich keine große Welle im Vorlauf, wenn alles dahinter verplätschert. Unnötig war vor allem der große TechCrunch-Anlauf zur Disclosure-Aktion: Redaktionell gesehen ist es ein Offenbarungseid, die Leser über etwas entscheiden zu lassen, was keiner kennt, sich dann aber in keiner Weise ums Votum zu kümmern. Wer hat da eigentlich das Sagen? Ober handelt es sich eher um eine eher unwürdige Marketingaktion, die schon die einzige wichtige Enthüllung enthält: Es gibt ein Loch im Informationsmanagement von Twitter. Wenn dem so ist, folgt nun nur noch Belangloses. Wen dem nicht so ist, verstehen wir nicht, warum sich TechCrunch zunächst so ziehrt. Professioneller wäre es gewesen, erst einmal das Material zu sichten, dann eine Entscheidung zu treffen und danach mit Fakten an die Öffentlichkeit zu gehen.</p>
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		<title>Free von Chris Anderson ist als Lektüre umsonst: Das Buch Free lässt sich im Internet kostenlos lesen, transatlantisch aber nur mit Gratis-Trick</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 10:22:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raymond Wiseman</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Klau mich&#8221; hieß das Buch, und sein Titel war ein Dilemma. Es stand im Regal unserer Düsseldorfer Lieblingsbuchhandlung Niepel, und das hinderte uns daran, einfach ins Regal zu greifen. Andererseits lag es uns fern, der eindeutigen Aufforderung zu widersprechen und brav an der Kasse für das Machwerk von Rainer Langhans und Fritz Teufel zu zahlen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2009/07/Klau-mich-Foto-von-Helmut-Mews.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-459" title="Klau mich Foto von Helmut Mews" src="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2009/07/Klau-mich-Foto-von-Helmut-Mews.jpg" alt="Klau mich Foto von Helmut Mews" width="119" height="144" /></a>&#8220;Klau mich&#8221; hieß das Buch, und sein Titel war ein Dilemma. Es stand im Regal unserer Düsseldorfer Lieblingsbuchhandlung Niepel, und das hinderte uns daran, einfach ins Regal zu greifen. Andererseits lag es uns fern, der eindeutigen Aufforderung zu widersprechen und brav an der Kasse für das Machwerk von Rainer Langhans und Fritz Teufel zu zahlen. Das schien uns doch zu bürgerlich. Und so blieb das Paperback, wo es war, wobei wir heute nicht einmal mehr wissen, ob es die 68er Originalausgabe der Edition Voltaire war (die noch eine pornografische Beilage enthielt) oder einer der Nachdrucke von Rixdorfer oder Trikont. Egal. Es hat uns nie gefehlt, war somit tatsächlich umsonst.</p>
<p>Mit &#8220;Free&#8221; hat nun hat Cris Anderson, der Wired-Chefredateur der Printausgabe, ein Buch veröffentlicht, das sich genau diesem Thema – der Gratiskultur – widmet. Seine These auf den provokativen Punkt gebracht: Produkte, die digital verfügbar sind, werden kostenfrei sein. Wie sich dennoch damit Geld verdienen lässt, erläutert er in seinem Buch, das im Buchhandel zu kaufen oder im Internet kostenlos bei <a href="http://www.scribd.com/doc/17135767/FREE-full-book-by-Chris-Anderson">Scribd</a> als Leseexemplar bereitsteht.</p>
<p><a href="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2009/07/FreeBook1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-462" title="Free von Chris Anderson" src="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2009/07/FreeBook1.jpg" alt="FreeBook" width="145" height="167" /></a>Dieses generöse, gleichwohl konsequente Angebot gilt allerdings nur für Amerikaner. Wer von außerhalb, beispielsweise aus Deutschland auf den Gratislesestoff zugreift, stößt an die nationalen Grenzen des Internets: &#8220;Sorry, this content is geographically restricted&#8221; heißt es ebenso lapidar wie anachronistisch. Wie albern, die Zukunft der Web-Economy im radikalen Verzicht auf bezahlte Inhalte zu sehen, dann aber auf Grenzkontrollen zu setzen. Das ist so gestrig, dass der Rest des Buches als Atitüde erscheint.</p>
<p>Na klar, wer seine Rechte international vermarkten möchte, nimmt Rücksicht auf die Interessen der Lizenznehmer. Da wäre nichts gegen zu sagen, wenn Chris Anderson nicht ausgerechnet ein Buch dagegen schreiben würde. So führt er sein Werk als Geblubber ad absurdum, auch wenn die eine oder andere Prognose sicherlich eintritt und manches, von dem, was er preist schon längst eingepreist wurde ins Internetgeschäft. Was nach Abzug seiner mißlungenen Marketingaktion und den Gemeinplätzen des Werkes bleibt, wird in seiner Bedeutung und Wirkung kaum über &#8220;Klau mich&#8221; hinausgehen.</p>
<p>Wer aber trotz allem einen Blick hinter dem transatlantischen Vorhang aufs Werk werfen möchte, der kann die Free-Barriere überschreiten, indem er die Scribd-Verbindung über einen amerikanischen Proxyserver aufnimmt.</p>
<p>Die Umleitung über den Proxy braucht allerdings ihre Zeit. Wenn nach einigen Minuten das Buch komplett geladen ist, lässt es sich dann im Flash-Fenster durchblättern. Drucken und speichern lässt sich Free jedoch nicht, aber Lesen. Allein: Über 250 Seiten am Bildschirm sind ermüdend. Das ist auch für die amerikanische Klientel nicht anders. Wer sich trotz aller Hemmnisse durch das Regionalwerk kämpft, dem schwappt neben einigen neuen Überlegungen viel bereits Bekanntes entgegen. Den Stein der Weisen wirft Anderson zumindest nicht in die Wellen des Webs.</p>
<p>Wie wenig neu viele von Andersons Gedanken sind, klärt rasch und ohne Umstände ein alter Artikel von Wolf Lotter, der bereits im Jahr 2000 in Brandeins erschien (Heft 10/2000): <a href="http://www.brandeins.de/home/inhalt_detail.asp?id=900&amp;umenuid=1&amp;wh=wiseman&amp;MenuID=130&amp;MagID=30&amp;sid=su62225231806727349">Eine Frage des Preises</a>. Damals hat mancher noch etwas anderes gemacht und gelacht. Und das ist recht und billig.</p>
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		<title>Google kündigt Betriebssystem für kleine PCs an: Chrome OS soll im zweiten Halbjahr 2010 auf den Markt kommen</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 17:03:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raymond Wiseman</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Googles Webbrowser Chrome war nur der Anfang. In der zweiten Hälfte des nächsten Jahres will Google mit Chrome OS ein komplettes Betriebssystem auf den Markt bringen, das zunächst vor allem auf die schmalbrüstigen Netbooks ausgerichtet sein soll. Und das macht Sinn: Netbooks sind schon heute vor allem für jene Anwender interessant, die auch unterwegs die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Googles Webbrowser <a href="http://www.google.com/chrome/index.html?hl=de&amp;brand=CHMI&amp;utm_source=de-et&amp;utm_medium=et&amp;utm_campaign=de">Chrome</a> war nur der Anfang. In der zweiten Hälfte des nächsten Jahres will Google mit Chrome OS ein komplettes Betriebssystem auf den Markt bringen, das zunächst vor allem auf die schmalbrüstigen Netbooks ausgerichtet sein soll. Und das macht Sinn: Netbooks sind schon heute vor allem für jene Anwender interessant, die auch unterwegs die Funktionalität eines PCs mit permanentem Online-Zugriff verbinden möchten. Es scheint nur konsequent, sie mit einem Betriebssystem auszurüsten, das sie zu einem Fenster ins Internet macht.</p>
<p>Passende Anwendungen, mit denen die mobilen Kleinrechner laufen, ohne dass sie über die Gebühr belastet werden, hat Google längst für <a href="https://www.google.com/accounts/ServiceLogin?service=writely&amp;passive=true&amp;continue=http://docs.google.com/%3Fhl%3Dde&amp;hl=de&amp;ltmpl=homepage&amp;nui=1&amp;utm_source=de-more&amp;utm_medium=more&amp;utm_campaign=de">Text und Tabellen</a> im Portfolio. Was die Bildbearbeitung betrifft, so ist Googles <a href="http://picasa.google.de/intl/de/">Picasa</a> ausgesprochen beliebt und erfolgreich. Hinzu kommen die zahlreichen Tools, angefangen bei Google Mail über das Blogger-Programm bis hin zur Navigationshilfe Maps. Was Googles Dienste auszeichnet: Alle Anwendungen lassen sich perfekt vom Netbook aus nutzen, ohne die begrenzten Ressourcen zu belasten. Fehlt nur das passende Betriebssystem, das deutlich weniger Overhead mit sich bringt, als jede Windows-Version.</p>
<p>Chrome OS soll nun also in guter Jahresfrist auf Linux-Basis kommen, wobei Google betont, dass es nicht auf Android – seinem Betriebssystem für Mobiltelefone – aufsetzt, sondern eine Eigenentwicklung ist. Dennoch kommen den Entwicklern sicherlich die Erfahrungen zugute, die sie hier bereits gemacht haben. Eines allerdings darf Google nicht unterschätzen: Es wird nicht leicht, in die durchgängige Marktpräsenz von Windows zu brechen. Weder Android-Telefone, noch der Chrome-Browser und auch nicht die Web-Anwendungen haben dem Marktführer bislang entscheidende Anteile abgekämpft. Allein, was die Internet-Suche betrifft, bleibt Microsoft nach wie vor im Hintertreffen.</p>
<p>Doch die erfolgreiche und marktbeherrschende Tradition Googles als allwissender Informationsdienst, hinterläßt längst Spuren im Image: Bei allen Innovationen hat Google immer wieder mit dem Vorwurf zu kämpfen, sich als Datenkrake zu gerieren. Diese Kritik wird sicherlich auch die Einführung eines netzaffinen Betriebssystems begleiten. Doch eines ist sicher: Mit Googles Chrome OS kommt weitere Dynamik in den Markt. Und das kommt dem Anwender zugute.</p>
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