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… was unter die Finger kommt …

Facebook, StudiVZ & Twitter: Auf Dauer erfolgreich im Internet ist nur, wer nicht zu groß wird. Irgendwann geht’s bergab.

von Raymond Wiseman

Internetdienste wachsen schnell, erreichen rasant ihren Zenit und bauen dann rasch wieder ab. Da heißt es, von Anfang an dabei zu sein, wer als Investor mitverdienen will. Denn es gibt nur eine Art, im Internet Geld zu machen: Kaufen, bevor der Boom beginnt, um abstoßen zu können, bevor alles niedergeht. Offensichtlich sind jetzt die Ikonen der Web 2.0 an der Reihe: StudiVZ ist ungeliebt, Facebook sympathielos und Twitter in der Warteschleife. Wer kann sagen, bei welcher Nutzerzahl der kritische Punkt erreicht ist. Vielleicht, das Wachstum alle anderen Werte überholt. Oder ist es einfach dann zu spät, wenn ein Geschäftsmodell entsteht? Denn eines ist offensichtlich: Kein Hype währt lang genug, um seinen Break Even erfolgreich zu überleben. Die letzten 10 Jahre Internet-Geschichte lehren uns, dass der Sinn des Web in seiner Leere besteht. Sie zu füllen, ist ein Geschäftszweck, mit dem sich offensichtlich kein Geld verdienen lässt, einmal abgesehen von Visionen, die sich lohnen. Und tatsächlich sind es die Visionen, die bares Geld wert sind, nicht ihre Realisation. Die nämlich kostet nur: Erst Finanzen, dann die Euphorie und schließlich den Erfolg. Am Ende ist alles wieder wie es war, einmal abgesehen vom nächsten Hype, in den zu investieren wieder bares Geld bringt. Vorausgesetzt, wir glauben nicht an ihn.


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