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	<title>QWERTZ &#187; 3. Software</title>
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	<description>... was unter die Finger kommt ...</description>
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		<title>TomTom verleiht sich Urkunde für HD Traffic der fiktiven Freien Universität des TÜV Süd</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Aug 2010 10:10:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raymond Wiseman</dc:creator>
				<category><![CDATA[0. Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[1. Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[3. Software]]></category>

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		<description><![CDATA[Nomen est Omen. Das scheint sich auch TomTom gedacht zu haben, als sie die Presse darauf aufmerksam machen wollten, dass der TÜV Süd den Verkehrsinformationsdienst HD Traffic getestet und für gut, zumindest für besser als den Mitbewerb befunden habe. Das soll dann auch das fiktive Zeugnis belegen, das allerdings auf den ersten Blick wie eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nomen est Omen. Das scheint sich auch TomTom  gedacht zu haben, als sie die Presse darauf aufmerksam machen wollten, dass der TÜV Süd den Verkehrsinformationsdienst HD Traffic getestet und für gut, zumindest für besser als den Mitbewerb befunden habe. Das soll dann auch das fiktive Zeugnis belegen, das allerdings auf den ersten Blick wie eine Urkunde erscheint. Nur wer genauer hinschaut sieht, dass es sich bei der Beilage wohl eher um einen Marketingscherz als um eine ernstgemeinte Information und schon gar nicht um eine Kopie einer Prüfungsbescheinigung handelt.
</p>
<p><img src="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2010/08/080910_1010_TomTomverle13.jpg" alt=""/>
	</p>
<p>Tatsächlich gibt es weder eine Freie Universität des TÜV Süd, die das Dokument ausgestellt haben könnte, noch einen Fachbereich Verkehrswissenschaften, und schon gar nicht einen Vorsitzenden des Prüfungsausschusses. Wer seinen Namen in genauen Augenschein nimmt, vermutet dann rasch, dass es sich um ein Gag-Papier handeln soll: Hans Dieter Traffic.
</p>
<p><img src="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2010/08/080910_1010_TomTomverle23.jpg" alt=""/>
	</p>
<p>Dieser Name, kurz H.D. Traffic wäre dann doch zu schön, um wahr zu sein. Doch für eine Parodie ist dies ein zu geringes Indiz, auch Angesichts der Tatsache , dass der getestete Dienst auf dem Zeugnis durchgängig mit &#8220;sehr gut&#8221; benotet wird. Tatsächlich liegt das vom TÜV Süd ermittelte Testergebnis für HD Traffic in Sachen Qualität und Genauigkeit bei gerade einmal 61 Prozent.
</p>
<p><img src="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2010/08/080910_1010_TomTomverle33.jpg" alt=""/>
	</p>
<p>Dass TomTom meint, damit schon der Note Eins würdig zu sein, mag etwas über die Firmenphilosophie aussagen, die offensichtlich mit dem Erreichten mehr als zufrieden ist. Als Bewertung des TÜV SÜD erscheint es übertrieben und wurde auch nicht von den Verantwortlichen unterschrieben. Als Dokument aber ist aber das hochwertige Papier mehr wert, als die auf ihm verbreitete Information, bar jeden Gehalts. Ein Diplom – wie es großspurig genannt wird – ist es auf jeden Fall nur, soweit H.D. Traffic unterschriftsberechtigt ist. Stau, schau wo, und trau, schau wem. Und so gesehen ist es auf jeden Fall ein kleiner Test, wie aufmerksam die Medienvertreter sind. So heißt denn die Moral von der Geschicht&#8217;: Augen auf, nicht nur im Straßenverkehr.</p>
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		<title>Bodycheck für Couchpotatoes &#8211; Microsoft Kinect bringt Bewegung ins Spiel der Xbox 360</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 08:54:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raymond Wiseman</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine Woche ist es her, dass Microsoft Kinect in Los Angeles präsentierte. Der Sensor entwickelt als Project Natal soll die Computerbedienung in Zukunft revolutionieren: Das Benutzerinterface ist der Benutzer selbst, der mit Hand und Fuß, Körperbewegungen, Gesichtserkennung und Spracheingabe die Steuerung übernimmt. Allerdings reicht die Technik – so will es Microsoft – bei Ihrer Markteinfühung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Woche ist es her, dass <a href="http://www.faz.net/s/Rub58F0CED852D8491CB25EDD10B71DB86F/Doc~E89ADF108E09C4B0AAB0EF170E1ADCEE1~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Microsoft Kinect in Los Angeles</a> präsentierte. Der Sensor entwickelt als Project Natal soll die Computerbedienung in Zukunft revolutionieren: Das Benutzerinterface ist der Benutzer selbst, der mit Hand und Fuß, Körperbewegungen, Gesichtserkennung und Spracheingabe die Steuerung übernimmt. Allerdings reicht die Technik – so will es Microsoft – bei Ihrer Markteinfühung nicht über die Xbox 360 hinaus. Und hier wird sie höchstens Spieler vom Sessel reißen.
</p>
<p>So nahe es liegt, das neue Actiondevice der agilsten Benutzergruppe anzudienen, es birgt gleichzeitig die Gefahr der verlorenen Chance. Denn so attraktiv auch das Spielen mit vollem Körpereinsatz ist, weitaus höhere Potenz haben die Bewegungen, wenn es um die Navigation in Medien und Datenräumen geht. Nicht nur, dass eine berührungslose Steuerung uns die Fingerabdrücke auf Touchscreens – abgefangen vom Handy über den PC-Bildschirm bis zum Public Display ersparen würde – es böte durch dreidimensionale Bewegungen auch neue Möglichkeiten, Musik- und Filmwiedergabe zu steuern, Bilder zu vergrößern und zu drehen. Aber auch die Handhabung auf Dokumente und Präsentationen, Tabellen, Diagramme und Datenbanken gewönne eine neue Perspektive.
</p>
<p><img align="left" src="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2010/06/062210_0854_Bodycheckfr1.jpg" alt=""/>Hinzu kommt die avisierte Sprachsteuerung, die Befehle wie Start und Stopp, Lautstärke und andere Einstellungen auf gesprochene Befehle reduziert. Mit integriertem Infrarotsender und leistungsstärkerer Hardware ließen sich sogar traditionelle Fernbedienungen ablösen. Der Senderwechsel am Fernsehgerät auf einen Wink erscheint ebenso machbar wie die Wahl eines Musikinterpreten durchs Nennen seines Namens. In Verbindung mit Songsammlungen im Internet, Web-Nachrichtendiensten und Video-on-Demand eröffnete sich der Zugang zu diesen Quellen vom heimischen Sofa auch für Endverbraucher, die sich – zumindest hier – mit Maus, Tastatur oder anderen Eingabeinstrumenten nie anfreunden konnten. Mit Gesten ließen sich virtuelle Kommunikationsgruppen zusammenfassen auf Fingerzeig Konferenzschaltungen starten, gleichgültig ob im familiären oder im geschäftlichen Umfeld.
</p>
<p><img align="right" src="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2010/06/062210_0854_Bodycheckfr2.jpg" alt=""/>
	</p>
<p>Kinect  gibt einen Anstoß, der neue Bewegung in die Steuerung vieler Geräte bringen könnte. Die nächsten Jahre werden erweisen, wer dieses Potential als erster nutzt und attraktiv umzusetzen versteht, beispielsweise mit Sensoren, die über Infrarotschnittstellen Geräte steuern, die heute noch proprietäre Fernbedienungen brauchen. Denn auch wenn Microsofts Technik patentrechtlich geschützt ist und werden die Mitbewerber nicht lange auf sich warten lassen. Nicht nur die Hersteller von Spielekonsolen wie Nintendo oder Sony, sondern auch konkurrierende Soft- und Hardwareunternehmen wie Apple werden die Hürde nehmen, deren Latte Microsoft hoch gelegt hat. Ein technischer Vorsprung allein reicht nicht aus. Es gilt, das Thema Bedienung intellektuell zu besetzen und voranzutreiben. Wenn Microsoft mit Project Natal auf Dauer Marktführer für die neue Bedientechnik werden will, muss es die Optionen rasch in zahlreichen Bauformen und Gerätevarianten anbieten, bevor es andere tun. Vor allem aber zählt in Zukunft, wer mit den selbstverständlichsten Gesten aufwartet, mit denen wir intuitiv und ohne Bedienungsanleitung auf unsere Geräte zugreifen.</p>
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		<title>Windows 7 Family Pack: Microsofts Familienzusammenführung im Dreierpack kommt in limitierter Auflage</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Aug 2009 15:53:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raymond Wiseman</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Windows in der Familienpackung: Papa, Mama und die Kinder, jeder bekommt einen Happen vom Windows 7 Family Pack. Ist das Päckchen Euro erst einmal installiert, lassen sich die Rechner prächtig im Heimnetzwerk verbinden. Voraussetzung: Die Hardware eignet sich für Windows 7 und den Netzverbund. Also raus mit dem alten Schrott aus dem Kinderzimmer und rein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Windows in der Familienpackung: Papa, Mama und die Kinder, jeder bekommt einen Happen vom <a title="Windows 7 Family Pack" href="http://windowsteamblog.com/blogs/windows7/archive/2009/08/24/update-on-windows-7-in-europe.aspx" target="_blank">Windows 7 Family Pack</a>. Ist das Päckchen Euro erst einmal installiert, lassen sich die Rechner prächtig im Heimnetzwerk verbinden. Voraussetzung: Die Hardware eignet sich für Windows 7 und den Netzverbund. Also raus mit dem alten Schrott aus dem Kinderzimmer und rein mit einem Neu-PC. Der allerdings hat &#8211; darauf lässt sich wetten  - Windows 7 schon vorinstalliert und braucht Microsofts Familienförderung nicht mehr. Aber was soll&#8217;s: Vielleicht rangieren ja Onkel oder Tante noch einen brauchbaren Rechner für die lieben Kleinen aus. Oder wir leben in Hausgemeinschaft mit einem Silver Surfer, den wir so endlich einmal ins digitalisierte Familienleben einbinden. Es wird sich schon was finden, ums Windows-7-Heimnetz zu optimieren. Dann lassen sich Dokumente und Medien rasch untereinander tauschen und gemeinsam nutzen. Und endlich können die Eltern vom eigenen PC bestimmen, welche Musik im Kinderzimmer läuft. Und Mama sieht, welche Bilder auf Vaters Platte lagern.</p>
<p>Kosten soll die Dreierbande für die Windows-7-Familie 149,99 Euro und verfügbar soll es ab dem 22. Oktober sein. Aber Achtung: Es handelt sich wieder einmal um ein limitiertes Angebot, was immer das heißen soll. Micrsoft kommuniziert nämlich nicht, wie hoch die verfügbare Stückzahl ist. Wir erinnern uns: Das Vorverkaufssonderangebot von Windows 7 war minutenschnell ausverkauft. Es kann also durchaus sein, dass Microsofts Familienförderung sich als Strohfeuer entpuppt. Dann werkelt daheim doch wieder jeder für sich allein, denn die vereinfachte Vernetzung von Windows 7 funktioniert nur, wenn alle mitziehen, selbstverständlich mit dem gleichen Betriebssystem.</p>
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		<title>Erweiterungen machen Browser unsicher: Internet Explorer, Firefox und Co. lassen sich nach wie vor leicht attackieren</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 10:45:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raymond Wiseman</dc:creator>
				<category><![CDATA[3. Software]]></category>
		<category><![CDATA[4. Internet]]></category>
		<category><![CDATA[5. Sicherheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Deutsche Sicherheitsnetz e.V. – dem Verein gehören als Mitglieder vor allem Volksbanken und Sparkassen an – hat Browser geprüft und durch die Bank für schlecht befunden. Ob Internet Explorer oder Firefox, im Durchschnitt ließen sich 54 Prozent aller Browser angreifen. Das ist nicht besonders beruhigend. Basis der Untersuchung waren 5.635 private PCs und als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das <a href="http://www.deutsches-sicherheitsnetz.de/verein.html">Deutsche Sicherheitsnetz e.V.</a> – dem Verein gehören als Mitglieder vor allem Volksbanken und Sparkassen an – hat Browser geprüft und durch die Bank für schlecht befunden. Ob Internet Explorer oder Firefox, im Durchschnitt ließen sich 54 Prozent aller Browser angreifen. Das ist nicht besonders beruhigend. Basis der Untersuchung waren 5.635 private PCs und als Ursache für die Angreifbarkeit hat das Deutsche Sicherheitsnetz die Plugins und Multimediaerweiterungen ausgemacht. Was das Web bunt, unterhaltsam und funktionell macht, ist offensichtlich gefährlich und bietet ein Einfallstor, nicht nur für Spiel und Spaß, sondern auch für Attacken. Während die Browser-Hersteller in den letzten Jahren ihre Anwendungen immer mehr abgeschottet haben, machen Plugins das beinahe geschlossene Tor wieder weit auf. Je offener die Browser aber durch die ungeprüfte Installation von Erweiterungen werden, desto ungeschützter sind sie auch.
</p>
<p>Dieses Resultat erstaunt im Endeffekt ebensowenig wie die Tatsache, dass der Browser mit den wenigsten Erweiterungsmöglichkeiten als sicherstes Surftool über die Ziellinie geht: Google Chrome. Was daran erstaunt ist ehere die Tatsache, das Googles Browser als potentieller Datenspion in die Kritik geraten war. Die Sammelleidenschaft der Browser und Plugins wurde aber bei dieser <a href="http://www.deutsches-sicherheitsnetz.de/presse/20090811-firefox-genauso-unsiche.pdf" title="Copyright des Diagramms: Deutsches Sicherheitsnetz e.V."><img align="left" src="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2009/08/081209_1045_Erweiterung12.png" alt="" border="0"/></a>Untersuchung nicht berücksichtigt.
</p>
<p>So geht Googles Chrome mit 46 Prozent Angreifbarkeit als Erster durchs Ziel, gefolgt vom Internet Explorer, der mit 53 Prozent auf Platz Zwei landet. Ihm folgen Opera mit 53,3 Prozent und dann erst der Firefox auf dem undankbaren vierten Platz. Immerhin 55 Prozent aller getesten Firefox-Installationen waren attackierbar.
</p>
<p>Da der Testzeitraum sich vom 1. Mai bis zum 31. Juli erstreckt, kamen nicht die neusten Versionen der Browser zum Einsatz. So gibt es vom Firefox beispielsweise siet dem 3. August die Version 3.5.2. Am Testergebnis wird dies aber wahrscheinlich nicht viel ändern, da die Gefahr weniger von den Anwendungen und mehr von den Ergänzungen ausgeht. Die Bandbreite der Browser und die erhöhte Sicherheit macht es Internet-Kriminellen offensichtlich schwer, die Anwednung direkt anzugreifen, so dass sie inzwischen den unkontrollierten Umweg über die Erweiterungen gehen. Die Schadsoftware wird als unbemerkte Beigabe zu Musikstücken und Videos, Texten und Dokumenten übertragen. Betroffen sind laut Deutschem Sicherheitsnetz vor allem die Multimedia-Komponenten, vor allem wenn sie veraltete Versionen der Medienprogramme nutzen. Daher ist es sinnvoll, stets die neusten Updates von Adobe <a href="http://get.adobe.com/de/flashplayer/">Flash</a>, <a href="http://get.adobe.com/de/reader/">PDF</a>, <a href="http://get.adobe.com/de/shockwave/">Shockwave</a>, Apple <a href="http://www.apple.com/de/quicktime/download/">Quicktime</a>, Microsoft <a href="http://www.microsoft.com/downloads/Browse.aspx?displaylang=de&amp;categoryid=2">DirectX</a>, <a href="http://www.microsoft.com/downloads/Browse.aspx?displaylang=de&amp;categoryid=4">Media Player</a>, <a href="http://www.microsoft.com/germany/net/silverlight/download.aspx">Silverlight</a>, Sun <a href="http://java.com/de/download/">Java</a> und den <a href="http://germany.real.com/realplayer/">Real Player</a> zu installieren, sofern die Funktionen überhaupt gebraucht werden. Ansonsten heißt es: Ein schlanker Browser surft besser.
</p>
<p>Die Lehre für den Anwender: Selbst die beste Browsertechnik bringt es nicht, wenn wir die Schwachstellen nachinstallieren. Wer darauf verzichtet, hat gute Chancen, dass sein System zur knappen sicheren Hälfte zählt.</p>
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		<title>Spinvox transkribiert Mailboxansagen mit Hilfestellung: Taktik statt Technik &#8211; manuelle Texteingabe statt Spracherkennung</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Aug 2009 12:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raymond Wiseman</dc:creator>
				<category><![CDATA[3. Software]]></category>
		<category><![CDATA[4. Internet]]></category>
		<category><![CDATA[6. Telefon]]></category>
		<category><![CDATA[7. Schreibwerkzeug]]></category>

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		<description><![CDATA[Wörtliche Rede, schwere Sprache. Das kann jeder bestätigen, der schon einmal mit einer Spracherkennung gearbeitet hat. Der Mensch denkt und der PC renkt die Wörter hin, wie er es versteht. Mit Mikrophon, Lautsprecher und Soundkarte sollen Texte sich direkt akustisch erfassen lassen, auf dass dann der Computer phonetische Zeichen in graphische wandle, wiewohl der Rechner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wörtliche Rede, schwere Sprache. Das kann jeder bestätigen, der schon einmal mit einer Spracherkennung gearbeitet hat. Der Mensch denkt und der PC renkt die Wörter hin, wie er es versteht. Mit Mikrophon, Lautsprecher und Soundkarte sollen Texte sich direkt akustisch erfassen lassen, auf dass dann der Computer phonetische Zeichen in graphische wandle, wiewohl der Rechner nicht weiß, was er schreibt.</p>
<p>Letzteres ist ein Problem, da sich Sinn oft nur aus dem Kontext ergibt. Gerade wenn die Sprachqualität zu wünschen übrig lässt, ist es für die Maschine schwer, die richtigen Worte zu finden. So erstaunt es nicht, dass die sprecherunabhängige Transkription noch immer zu wünschen übrig lässt. Immer? Nein, denn Spinvox bietet anscheinend eine überzeugende Lösung: Ansagen, die auf dem Anrufbeantworter des Mobiltelefons hinterlassen werden, wandelt der Dienst in Texte, die per SMS und Mail den Adressaten erreichen. So geht keine wichtige telefonische Mitteilung verloren, selbst wenn wir nicht in der Lage sind, das Gespräch anzunehmen. So überzeugend der Service, so zweifelhaft ist seine technische Umsetzung. (<a href="#Spinvox">Doch davon am Ende mehr</a>.) Auf jeden Fall wünschten wir uns auch für den PC eine sprecherunabhängige Spracherkennung, bei der wir ohne Training und Personenbeschränkung einfach drauflosreden könnten, gerne auch mit mehreren Personen. Mitschriften von Telefonaten, Diskussionen und geistreichen Unterhaltungen (selbstverständlich nach vorheriger Ansage), ließen sich so leicht archivieren und rasch durchsuchen. Doch noch sind wir nicht soweit.</p>
<p>Zwar hat die Technik in den letzten 10 Jahren hier erstaunliche Fortschritte gemacht, doch noch immer bedarf der gesprochene Text der Nachbearbeitung. Das gilt, obwohl alle funktionierenden Diktiersysteme, die Sprache in Text wandeln, vorab trainiert werden müssen. Das heißt, vor der Transkription muss die Software den Sprecher und seine Ausprache erst einmal kennenlernen, um anschließend durchaus passable Texte zu schreiben.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-546" title="Lorelei" src="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2009/08/Lorelei1.jpg" alt="Lorelei" width="482" height="571" />Ein Blick zurück lehrt uns, dass dies nicht immer so war. Vor rund einem Dutzend Jahren teste ich Dragons Natural Speaking und IBM ViaVoice mit Heinrich Heines &#8220;<a href="http://www.lyrikwelt.de/gedichte/heineg4.htm">Lorelei</a>&#8220;. Das Ergebnis war nicht gerade textnah, wohl aber kreativ und insprierend: Natürliche Spracherkennungen entwickeln durchaus ihre dichterische Leistung, wenn auch unfreiwillig. Denn wenn auch dem Computer der Transfer von Laut in Schrift gelingt, der Inhalt bleibt okkult: Er weiß nicht, was soll es bedeuten.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Ich weiß nicht Wasser des bedeutenden<br />
daß ich so traurig in;&#8221;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Nicht traurig, eher heiter läßt der Rechner als ansehnliches Bächlein den Anfang der Loreley ab. Konkreter Poet der Nachdichtung war die Dragon NaturallySpeaking in der Version 2.0, die sich untrainiert, nicht jedoch untalentiert unseres Vortrags annahm. Inzwischen sind ist Natural Speaking übrigens bei der Version 10 angelangt.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Die andere Spracherkennung, die mir damals zur Verfügung stand, war die erste Version vom IBM ViaVoice, das 2003 in der Version 10 erschien, aber seit 2005 nicht mehr weiterentwickelt wird. ViaVoice hielt sich zunächst eng ans Original und schafft erst ab der dritten Zeile kreative Distanz zu Heines Text:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;ein mehr sehen aus alten Zeiten,<br />
daß, wenn nicht aus dem Sinn.&#8221;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Werktreue im traditionellen Sinn kehrt in die diktierten Texte erst ein, wenn wir uns Zeit nehmen, die Software individuell einzustimmen. Nur wer auf diese Lernphase verzichtet, kommt in den Genuß, des freien poetisch Textflußes:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;die Luft ist kühl und ist. Gilt,<br />
unruhig fließt der Freien;<br />
der gibt für des Tages. Held<br />
im abends Sonnenschein.&#8221;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Naturbetrachtungen aus der Maschine. Im elektrischen Licht von ViaVoice gewinnt die Lyrik beinahe adoleszente Züge:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;die schönste Jugend Krause zeigt<br />
dort oben wunderbar;&#8221;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Da wäre mancher gerne dabei gewesen, mitten in der Daten Fülle, wenn die Spracherkennung im Fluß der Rede die Wörter ortet. Daß der Rechner dem Sprecher kein Verständnis entgegenbringen kann und der Sinn, den er gibt, analytisch ist, gibt dem berechneten Unsinn eine neue Dimension. So geht ViaVoice mit eigener Dynamik die nächsten Zeilen medienfreundlich an, um dann beinahe maßlos zu werden:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Sie kennt es mit goldenen Kamera<br />
und singt ein Lied der prallen;<br />
das hat eine Wunder Sammer,<br />
gewaltige Mengen und darlegen.&#8221;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Das hat eine wundersame, gewaltige Melodei, hätte wohl Heine geschrieben, ließe ihn die Spracherkennung noch zu Wort kommen. Doch der Computer ist unbeeindruckt von Rang und Namen, Stellung und Stand, weiß nichts vom Ruhm des Autors und der Situation des Sprechers, kennt weder Ziele noch Werte. Der Rechner kennt weder Alter noch Geschlecht, weder Eigenheiten oder noch Sprachfehler des Redners, kann ihn nicht sehen und nur so weit hören, wie es die Qualität der Soundkarte und des Mikrophons zuläßt. Unbeeinflußt von Sympathie und Geschmack entwickelt er sich zum gerechtesten Medium der Literatur:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;ich glaube die Quellen verschwinden&#8221;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Ja, es geht nur noch um die direkte Authentizität des schriftlichen Zeichens. Der Rechner entkoppelt seine literarische Innenwelt und bevölkert sie. So bleiben in ViaVoice</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;am Ende Chef, Frauen,&#8221;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">und &#8211; nomen est omen &#8211; in Natural Speaking</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Schäfer und Hahn;&#8221;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Nun das Idyll stürzte, als wir Hand anlegten und uns gemeinsam mit der Sprachsoftware den empfohlenen Trainingsmethoden unterwarfen. Nach gewissenhaftem Proben ereilte uns am Bildschirm in klassischer Textnähe der Erfolg der Übung. Sowohl IBMs ViaVoice als auch Dragons Natural Speaking brachten dann schon damals das Lied der Loreley beinahe fehlerfrei zu Datei.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Noch einmal schmunzeln läßt uns das Quentchen Naivität, mit dem ViaVoice nach der Vokabularerweiterung mit Heines Loreley fragt, ob der analysierte Text typisch sei für unsere Diktate. Wir schütteln bedauernd den Kopf und lassen Heine noch einmal in ViaVoices Stimme erklingen. Da heißt es am Ende:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;und das hat mit Ihrem Sinne<br />
die Lore leid getan.&#8221;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Uns auch, denn den ersten Status kreativer Unschuld erlangen weder Spracherkennungen noch Sprechende je zurück.</p>
<p>Diese archivierte Erfahrung vor Augen, erstaunten wir, als wir vor anderthalb Jahren damit begannen, <a href="http://www.spinvox.com/">Spinvox</a> zu testen. Sprecherunabhängig sollte der Dienst Nachrichten, die in durchaus reduzierter Sprachqualität übers Telefon auf dem Anrufbeantworter unserer Mobilmailbox landeten, in geschriebene Texte wandeln. Und es funktionierte so gut, dass wir an der technischen Errungenschaft zweifelten, spätesten als uns ein Kollege aus dem Ruhrpott den &#8220;Prolog im Himmel&#8221; aus Gothes Faust I auf den Anrufbeantworter zitierte. Spinvox transkribierte fehlerfrei:</p>
<pre style="padding-left: 30px;"><span style="font-family: Consolas; line-height: 18px; font-size: 12px; white-space: pre;">Sie haben eine neue Voicemail von +49203586xxx</span></pre>
<pre style="padding-left: 30px;">---------
"Die Sonne tönt nach alter Weise in Brudersphären Wettgesang
und ihre vorgeschriebene Reise vollendet sie mit Donnergang.
Ihr Anblick gibt den Engeln Stärke, wenn keiner sie ergründen mag,
die unbegreiflich hohen Werke sind herrlich wie am ersten Tag. Ciaoui."
- via SpinVox.
----------</pre>
<pre style="padding-left: 30px;">Nachricht erhalten am Jan 23, 2008 7:08:01 PM</pre>
<p><span style="font-family: Georgia; line-height: 19px; white-space: normal; font-size: 13px;"><img class="alignleft size-full wp-image-555" title="Faust Prolog" src="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2009/08/Faust-Prolog.jpg" alt="Faust Prolog" width="525" height="363" /></span></p>
<p style="padding-left: 0px;">An diesen Text wäre spätestens beim &#8220;Brudersphären Wettgesang&#8221; so mancher orthografisch gescheitert. Lässliche Verfehlung ist daher, dass die &#8220;vorgeschriebene Reise&#8221; sich Original auf eine &#8220;vorgeschriebne&#8221; rhythmisch verkürzt. Wir wiederholten diesen Test im Laufe der Zeit mir manigfachen Texten und ganz normalen Nachrichten. Das Ergebnis überzeugte jedes Mal – abgesehen von kleinen Mißverstehern – und war&#8217;s dann schon. Wir konnten uns es nur so erklären, dass jemand handisch alles nachbearbeitet. Was die automatische Spracherkennung nicht versteht, wird von Mitarbeitern abgehört und eingetippt. Das hat sich nun bei der Spinnvox-Demo bestätigt, an der Milo Yiannopoulos teilnahm und in <a title="TechCrunch Europe" href="http://uk.techcrunch.com" target="_blank">TechCrunch</a> (UK) über sie berichtete. Sein Selbstversuch endete – wie er schreibt – beim menschlichen Nachbearbeiter:</p>
<blockquote>
<p style="margin-left: 36pt"><a title="Spinvox secures £15m more, but the demo didn’t really answer the big questions" href="http://uk.techcrunch.com/2009/08/04/spinvox-secures-15m-more-but-the-demo-didnt-really-answer-the-big-questions/" target="_blank">I left a message, at a brisk speed, that included my full name, the word &#8220;TechCrunch&#8221; and an invitation for the &#8220;recipient&#8221; to call me back. I believe that the message was a reasonable and realistic approximation of a real-world message, albeit with a few strange words in it. The SpinVox system failed to convert the whole message &#8211; ok, so most humans can&#8217;t spell Yiannopoulos &#8211; and passed it to a human &#8220;agent&#8221; (who was sitting in the room with us).<br />
</a></p>
<p style="margin-left: 36pt"><a title="Spinvox secures £15m more, but the demo didn’t really answer the big questions" href="http://uk.techcrunch.com/2009/08/04/spinvox-secures-15m-more-but-the-demo-didnt-really-answer-the-big-questions/" target="_blank">Here&#8217;s where it got ugly. From observing the &#8220;tenzing&#8221; process in action, it was clear to us that the system had failed to pick up a single word in the message correctly. The agent in the room had to listen to and </a><em><a title="Spinvox secures £15m more, but the demo didn’t really answer the big questions" href="http://uk.techcrunch.com/2009/08/04/spinvox-secures-15m-more-but-the-demo-didnt-really-answer-the-big-questions/" target="_blank">manually type the entire message</a></em><a title="Spinvox secures £15m more, but the demo didn’t really answer the big questions" href="http://uk.techcrunch.com/2009/08/04/spinvox-secures-15m-more-but-the-demo-didnt-really-answer-the-big-questions/" target="_blank">, from beginning to end. SpinVox has previously claimed that agents do not get to hear entire voicemail messages; only enough to give context and enable transcription. That&#8217;s not what I saw this morning. </a></p>
</blockquote>
<p>Da bleibt von der technischen Innovation nicht viel übrig. Der Dienstleistung tut dies keinen Abbruch, einmal abgesehen davon, dass auch vertrauliche Nachrichten nicht ungehört bleiben. Doch Abschreiben kann jeder. Vorausgesetzt er weiß, wie sich &#8220;Brudersphären Wettgesang&#8221; buchstabiert. Doch im Wettgesang der Spracherkenner hat Spinvox sein Solo verspielt. Hier bleibt mit gutem Willen höchstens noch Platz im begleitenden Chor. Statt innovativer Hightech ein solider Service. Schön und gut: Doch Konzert der IT-Konzerne geht Spinvox damit sang und klanglos unter. Oder, um abschließend noch die letzte Strophe von Heines &#8220;Lorelei&#8221; erklingen zu lassen:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Ich glaube, die Wellen verschlingen<br />
Am Ende Schiffer und Kahn;<br />
Und das hat mit ihrem Singen<br />
Die Lorelei getan.&#8221;</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Microsofts Spagat: Kommt Windows 7 mit oder ohne Internet Explorer? Microsoft braucht Handlungssicherheit für sein wichtigstes Produkt</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Jul 2009 09:11:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raymond Wiseman</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Betriebssystem ohne Browser, das war der letzte Stand der Dinge in Windows 7, jedenfalls soweit es Europa betrifft. Der Internet Explorer sollte bei Windows 7 fehlen. Mit diesem Schritt wollte Microsoft in vorauseilendem Gehorsam die Anforderungen des laufenden Kartellverfahrens der EU-Kommision erfüllen. Doch diese Entscheidung trifft bei der EU-Kommission nicht auf reine Gegenliebe. Verständlich. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Betriebssystem ohne Browser, das war der letzte Stand der Dinge in Windows 7, jedenfalls soweit es Europa betrifft. <a href="http://www.qwertz.de/windows-ohne-browser-da-konnt-ihr-lange-suchen-europa-bekommt-windows-7-ohne-internet-explorer/">Der Internet Explorer sollte bei Windows 7 fehlen</a>. Mit diesem Schritt wollte Microsoft in vorauseilendem Gehorsam die Anforderungen des laufenden Kartellverfahrens der EU-Kommision erfüllen. Doch diese Entscheidung trifft bei der <a title="Antitrust: Commission statement on Microsoft Internet Explorer announcement" href="http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=MEMO/09/272&amp;format=HTML&amp;aged=0&amp;language=EN&amp;guiLanguage=en" target="_blank">EU-Kommission nicht auf reine Gegenliebe</a>. Verständlich. Statt dem Anwender ein funktionierendes System zu bieten – und hierzu gehört heute auch der Zugang zum Internet – sollte der Anwender erst einmal nachinstallieren. Leichter gesagt, als getan: Denn da der Browser im System fehlt, lassen sich Alternativen ja nicht online beziehen. Also muss ein Datenträger vorliegen, auf dem Firefox, Opera, Chrome, Safari, irgendein anderer Browser oder sogar der Internet Explorer zur Nachinstallation bereitstehen. Das ist nicht anwenderfreundlich, sondern eine Farce.</p>
<p>Lieber sähe es die EU-Kommision, wenn der Anwender direkt bei der Installation die Wahl zwischen verschiedenen Browsern hätte. Die preferrierte Lösung: Microsoft soll auch die Produkte des Mitbewerbs distribuieren. Mag das auch für den Nutzer attraktiv sein, so erscheint es geschäftspolitisch einigermaßen absurd. Immerhin geht es für Microsofts Internet Explorer – <a href="http://www.blogcopy.de/es-rauscht-im-browser-wald-medien-nzz-online">einst mit über 90 Prozent Marktführer</a> – längst darum, beim Rennen um Marktanteile im Browser-Markt keinen Boden zu verlieren.</p>
<p><img src="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2009/07/072709_0911_MicrosoftsS1.png" alt="" align="left" />Wer würde sich gerne zum Steigbügelhalter der Konkurrenz machen. Aber manchmal geht es anscheinend nicht anders, wenn man selbst aufs Pferd und ins Rennen kommen will. Daher versucht <a title="Microsoft Proposal to European Commission" href="http://www.microsoft.com/presspass/press/2009/jul09/07-24statement.mspx" target="_blank">Microsoft es mit einem neuen Vorschlag</a>: Der Internet Explorer selbst bietet aber dem Anwender direkt eine Auswahl verschiedener Alternativen an, mit denen der Anwender ihn ersetzen kann. In den <a title="Georg Binder: EU &amp; Microsoft: Browserfrage geklärt?" href="http://www.windowsblog.at/post/2009/07/25/EU-Microsoft-Browserfrage-geklart.aspx" target="_blank">Auswahlbildschirm </a>(Ballot Screen genannt) sollen maximal 10 Anwendungen aufgenommen werden, die in Europa mindestens 0,5 Prozent Marktanteil haben. Das bietet zumindest auf dem Papier eine Chance auch für kleinere Mitbewerber (nicht aber für Nischenprodukte) in die engere Auswahl zu kommen. Bezogen werden die ausgesuchten Browser dann von den Webseiten der Hersteller. Zusätzlich kann der Internet Explorer auch deaktiviert werden. In diesem Fall will Microsoft auch darauf verzichten, den Internet Explorer über Windows Updates anzubieten und ihn im System mit Installationslinks zu bewerben.</p>
<p>So weit, so gut. Doch Microsofts Angebot geht weiter: Der Auswahlbildschirm ist nämlich nicht auf Windows 7 beschränkt, sondern soll über Windows Update auch bei Windows XP und Vista angezeigt werden. Das Entegenkommen von Microsoft hat allerdings seinen Preis. Die EU soll auf die angedrohten Bussgelder und Strafen verzichten. Rund 2 Milliarden Euro –  so viel ist Microsoft offensichtlich der Internet Explorer in Europa doch nicht wert. Offen bleibt aber die Frage, was sich die EU den Spaß kosten lassen will und ob ihnen. Somit ist noch keine Entscheidung getroffen.</p>
<p>Die termingerechte Markteinführung von Windows 7 am 22. Oktober aber ist für das Unternehmen wichtig. Die <a href="http://www.blogcopy.de/software-microsoft-muss-auf-windows-7-hoffen">Quartalszahlen</a> sprechen für sich. Daher wird die momentan avisierte finale Konfiguration <span style="text-decoration: line-through;">k</span>einen Internet Explorer enthalten.</p>
<p>[Update im Gedicht:<br />
Microsoft hat umvisiert<br />
und Windows wieder umfrisiert,<br />
wie vorher<br />
mit Explorer]</p>
<p>Die finale englische Version wird für <a title="Daniel Melanchton: Windows 7 RTM" href="http://blogs.technet.com/dmelanchthon/archive/2009/07/23/windows-7-rtm.aspx" target="_blank">Hard- und Software-Hersteller mit Connect-Zugang und Abonnenten von Microsofts MSDN und Technet ab 6. Oktober </a>bereitstehen, andere Sprachen gibt es erst ab 1. Oktober.</p>
<p>Ziemlich sicher ist es, dass es sich bei europäischen Endprodukten von Windows 7 um Versionen <span style="text-decoration: line-through;">ohne</span> [Update: mit] Internet Explorer handeln wird. Was die Windows-7-Versionen, die vorinstalliert auf Rechnern ausgeliefert werden, soll die Variante mit dem Browser-Auswahlbildschirm in Angriff genommen werden, sobald die EU-Kommission dem Vorschlag zustimmt. [Update: Dann soll der Ballot Screen über Windows Update online auf alle Windows 7 Rechner übertragen werden und der Kunde hat die Wahl, aber nur wenn das Online-Update aktiviert ist. Dann allerdings etwas später auch auf XP und Vista.] <span style="text-decoration: line-through;">Anders sieht es bei den Produkten für Endverbraucher aus. Die werden wohl erst einmal ohne Internet Explorer und integrierte Wahlmöglichkeit auf den Markt kommen. Eine Änderung greift hier wohl erst, wenn nach der Zustimmung der Wettbewerbsbehörde die Produkte mit dem großen E für Europäisch (beispielsweise Windows 7 Home Premium E) ausverkauft sind.</span> Danach könnte Microsoft dann auch in Europa wieder zur gewohnten Upgrade-Politik zurückkehren, bei der sich die neue Version über den Vorgänger überinstallieren lässt. Dies würde die angekündigte Prozedur, bei der nur die komplette Neuinstallation möglich ist, ersparen. Andererseits bräuchte Microsoft keine Vollversionen mehr zum Upgrade-Preis verkaufen.</p>
<p>Das wäre sicherlich ein Bonus fürs Unternehmen. Der Malus aber bleibt, dass das weltgrößte Softwarehaus offensichtlich willens ist, seine Geschäftspolitik beeinflussen zu lassen, ohne dass eine rechtskräftige Entscheidung seitens der EU vorliegt. Das kann als Zeichen der Schwäche oder des guten Willen gewertet werden.  Lässt sich Microsoft durch Einsparungen in Milliardenhöhe den Schneid abkaufen oder sucht es schlicht den besten Weg zum Verbraucher.  Ob &#8220;Hü&#8221; oder &#8220;Hott&#8221;: Zu solchen Zugeständnissen war Microsoft früher nicht bereit. Für die Konsumenten aber hat die Gesprächsbereitschaft ihr Gutes. Und sie zeigt , dass all jene aufs falsche Pferd gesetzt haben, die Microsoft auf dem Weg zur Weltherrschaft wähnten. Die Märkte sind eben volatil. Diese Panik war überflüssig.</p>
<p>[Update]</p>
<p>Die Entscheidung ist getroffen: Microsoft bringt Windows 7 in Europa genau so wie für die anderen User dieser Welt mit Internet Explorer 8. Wenn die EU-Kommission ihr Ja-Wort gibt zum Ballot Screen, macht Microsoft in Zukunft Reklame für die Konkurrenz, schweren Herzens. Wenn nicht, dann gibt&#8217;s bald eine neue Runde bei der heiteren Versionensuche. Kommt dann vielleicht doch noch Windows 7 E, äh?</p>
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		<title>Und das Wort ist Schrift geworden: Wie Zeichen Zeichen setzen im digitalen Text und was uns an Substanz verloren geht</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Jul 2009 09:04:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raymond Wiseman</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich erinnere mich jener Tage, als ich &#8211; zu schulischer Leistung gezwungen &#8211; mir Goethes &#8220;Seelige Sehnsucht&#8221; einprägte. Die Prägung hat Bestand und reicht durchaus über mich hinaus, auch wenn meine lieben Mitmenschen meine Rezitation spätestens bei &#8220;höherer Begattung&#8221; stoppen. Ehrlich gesagt: Auf ihr &#8220;Genug, genug&#8221; höre ich gerne, bevor meine Lücken im Text beginnen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich erinnere mich jener Tage, als ich &#8211; zu schulischer Leistung gezwungen &#8211; mir Goethes &#8220;<a href="http://www.deutschelyrik.de/start/Epochen/Klassik/prod/Selige-Sehnsucht.html?xz=0&amp;ci=74" target="_blank">Seelige Sehnsucht</a>&#8221; einprägte. Die Prägung hat Bestand und reicht durchaus über mich hinaus, auch wenn meine lieben Mitmenschen meine Rezitation spätestens bei &#8220;höherer Begattung&#8221; stoppen. Ehrlich gesagt: Auf ihr &#8220;Genug, genug&#8221; höre ich gerne, bevor meine Lücken im Text beginnen.</p>
<p>Dem entgegen steht die Schriftform des Textes. Hier kann alles weitergegeben werden, was aufgezeichnet wird. Das Aufzeichnen von Zusammenhängen ist nicht neu. Wer möchte, kann unter diesem Aspekt mit den ersten Höhlenmalereien die Reise in der Vergangenheit beginnen. Daß die Schrift sich zum Zeichen, der reduzierten Zeichnung entwickelte, ist ein kulturgeschichtliches Phänomen. Hierbei mag neben anderen Aspekten einerseits der Wunsch nach allgemeiner Verständlichkeit, andererseits die menschliche Bequemlichkeit eine Rolle gespielt haben.</p>
<p><img src="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2009/07/072009_0903_UnddasWorti1.png" alt="" align="left" />Es gab Zeiten, da wäre solches Vergessen &#8211; kollektiv gesehen &#8211; der Untergang des Textes gewesen. Dies galt und gilt noch immer für jene Texte, die nicht in Schriftform festgehalten wurden. Ein nicht gar so altes Beispiel sind die Hausmärchen, denen das Bemühem der Grimms die Schriftform gab. Zwar hängt die mündliche Überlieferung meist nicht vom Kopf des Einzelnen ab, denn das Überleben des Textes wird durch die Erinnerung vieler Interessenten gesichert. Doch hierin liegt gleichzeitig ein wesentlicher Schlüssel: Bewahrt wird nur das Interessante. Was nicht der Rede wert war, findet keine Überlieferung.</p>
<p>Die Zeichensätze, die nicht aus Bildern, sondern aus Buchstaben bestanden, waren leichter erlernbar und auch einfacher zu schreiben. Schriftkenntnisse verbreiteten sich und waren mit der Zeit nicht länger einigen Gelehrten vorbehalten. Wer schreiben konnte, hatte die Möglichkeit festzuhalten, was er wollte. Ausschlaggebend für die Übermittlung war nicht mehr, daß interessant war, was gesagt wurde. Es wurde ja geschrieben. Das Geschriebene brauchte nicht einmal gelesen zu werden. Das Schreiben reichte, um es zu konservieren. Die einfachere Handhabbarkeit der Zeichen macht es möglich. Solange Worte rar waren, waren die Sätze getragen von Sinn. Und solange die Druckmedien fehlten, war jedes Wort gezeichnet von der Linienführung einer Hand.</p>
<p><img src="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2009/07/072009_0903_UnddasWorti2.png" alt="" align="left" />Mit Gutenberg kam dann die Schrift in die Maschine und in der Folge der Sinn der Buchstaben unter die Räder. Nicht länger die Worte, in denen sie geschrieben standen, bestimmten ihre Sinngehalte, sondern sie wurden austauschbar wie eben einzelne Lettern. Zwar hatten Lettern noch Substanz, doch diese waren ungebunden, ohne Inhalt. Erst der Druck, die Fixierung auf der Seite, bändigte die freie Fluktuation, fasste sie in bleibende Wörter, Sätze, Abschnitte, deren Bögen gefalzt, gelegt, geheftet oder geleimt zum Buchblock oder Zeitung.</p>
<p>Die Texte aber, die mir heute Textverarbeitung und Internet, Downloadbücher und ePaper, PCs und digitale Lesemaschinen bescheren, fehlt dieser Zusammenhang. Sie lösen sich wieder auf: <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2009/07/19/digitale-buecherverbrennung-und-feudalismus-bei-amazon.aspx">Texte lassen sich aus dem Zusammenhang</a>, Aussagen aus dem Kontext und Zeichen aus den Wörtern entfernen. Und mehr noch.</p>
<p><img src="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2009/07/072009_0903_UnddasWorti3.png" alt="" align="left" />Wenn ich heute den PC anschalte und die Textverarbeitung starte, kann ich Texte verfassen mit Zeichen, die jeder Substanz entbehren. War der einzelne Buchstabe bislang wenigstens noch ein greifbares Element, so tritt er nun als ein Konglomerat einzelner Punkte in Erscheinung. Allein hat keiner dieser Punkte einen Wert. Er birgt nichts, hat kein Gesicht, und kann beinahe bedenkenlos gegen jeden anderen Punkt getauscht werden, ohne dass dies irgendeinen Sinn änderte.</p>
<p>Vom Satz, den Menschen miteinander wechselten, über das Bild zum Zeichen. Vom Zeichen, das mit der Hand gezeichnet das einzelne Wort schrieb, über die wiederverwendbaren Lettern zum Punkt.</p>
<p><img src="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2009/07/072009_0903_UnddasWorti4.png" alt="" align="left" />Die Punkte setzen mir nun alle Texte in jeder Gestalt zusammen. Endlich habe ich &#8211; rein theoretisch &#8211; die Schriften dieser Welt auf meinem Rechner. 426 Fonts zähle ich soeben. Die Zahl wächst mit jedem Tag: Die Welt der Schrift, sie paßt auf meinen Monitor. Die Schrift des Textes wechsle ich per Mausklick. Des Textes Inhalt, er bleibt unberührt. Blieb er tatsächlich gleich?</p>
<p>Seit Menschen Hand in Stein die ersten Zeichen gruben, hat auch das Medium Gewicht. Und seine Schwere oder Leichtigkeit, sie hält sich durch. Sie trägt und wird getragen. Sie prägt das, was zu sagen war, geschrieben wurde, eingegeben ist. Uns fällt die Eingabe so leicht, wie Tasten klappern, gelöscht ist schnell, nichts hat Bestand. So einfach ist die Eingabe, daß sich auf Eingebungen schnell verzichten läßt. Der schöne Text ist das geschätzte Resultat.</p>
<p>Der Inhalt wird so weich, wie jene Software die ihn faßt. Und Niederschrift ist schließlich das Ergebnis dieser Rechnung: Plus/Minus/Null. Was bleibt zu sagen?</p>
<p><em>Tut ein Schilf sich doch hervor<br />
Welten zu versüßen.<br />
Möge meinem Schreiberohr<br />
Liebliches entfließen!<br />
</em>(J.W.Goethe, West-östlicher Divan,<br />
<a href="http://www.zeno.org/Literatur/M/Goethe,+Johann+Wolfgang/Gedichte/West-östlicher+Divan/Buch+des+Sängers/%5bTut+ein+Schilf+sich+doch+hervor%5d">Nachsatz zum Gedicht &#8220;Seelige Sehnsucht&#8221;</a>)</p>
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		<title>Google kündigt Betriebssystem für kleine PCs an: Chrome OS soll im zweiten Halbjahr 2010 auf den Markt kommen</title>
		<link>http://www.qwertz.de/google-kundigt-betriebssystem-fur-kleine-pcs-an-chrome-os-soll-im-zweiten-halbjahr-2010-auf-den-markt-kommen/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 17:03:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raymond Wiseman</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Googles Webbrowser Chrome war nur der Anfang. In der zweiten Hälfte des nächsten Jahres will Google mit Chrome OS ein komplettes Betriebssystem auf den Markt bringen, das zunächst vor allem auf die schmalbrüstigen Netbooks ausgerichtet sein soll. Und das macht Sinn: Netbooks sind schon heute vor allem für jene Anwender interessant, die auch unterwegs die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Googles Webbrowser <a href="http://www.google.com/chrome/index.html?hl=de&amp;brand=CHMI&amp;utm_source=de-et&amp;utm_medium=et&amp;utm_campaign=de">Chrome</a> war nur der Anfang. In der zweiten Hälfte des nächsten Jahres will Google mit Chrome OS ein komplettes Betriebssystem auf den Markt bringen, das zunächst vor allem auf die schmalbrüstigen Netbooks ausgerichtet sein soll. Und das macht Sinn: Netbooks sind schon heute vor allem für jene Anwender interessant, die auch unterwegs die Funktionalität eines PCs mit permanentem Online-Zugriff verbinden möchten. Es scheint nur konsequent, sie mit einem Betriebssystem auszurüsten, das sie zu einem Fenster ins Internet macht.</p>
<p>Passende Anwendungen, mit denen die mobilen Kleinrechner laufen, ohne dass sie über die Gebühr belastet werden, hat Google längst für <a href="https://www.google.com/accounts/ServiceLogin?service=writely&amp;passive=true&amp;continue=http://docs.google.com/%3Fhl%3Dde&amp;hl=de&amp;ltmpl=homepage&amp;nui=1&amp;utm_source=de-more&amp;utm_medium=more&amp;utm_campaign=de">Text und Tabellen</a> im Portfolio. Was die Bildbearbeitung betrifft, so ist Googles <a href="http://picasa.google.de/intl/de/">Picasa</a> ausgesprochen beliebt und erfolgreich. Hinzu kommen die zahlreichen Tools, angefangen bei Google Mail über das Blogger-Programm bis hin zur Navigationshilfe Maps. Was Googles Dienste auszeichnet: Alle Anwendungen lassen sich perfekt vom Netbook aus nutzen, ohne die begrenzten Ressourcen zu belasten. Fehlt nur das passende Betriebssystem, das deutlich weniger Overhead mit sich bringt, als jede Windows-Version.</p>
<p>Chrome OS soll nun also in guter Jahresfrist auf Linux-Basis kommen, wobei Google betont, dass es nicht auf Android – seinem Betriebssystem für Mobiltelefone – aufsetzt, sondern eine Eigenentwicklung ist. Dennoch kommen den Entwicklern sicherlich die Erfahrungen zugute, die sie hier bereits gemacht haben. Eines allerdings darf Google nicht unterschätzen: Es wird nicht leicht, in die durchgängige Marktpräsenz von Windows zu brechen. Weder Android-Telefone, noch der Chrome-Browser und auch nicht die Web-Anwendungen haben dem Marktführer bislang entscheidende Anteile abgekämpft. Allein, was die Internet-Suche betrifft, bleibt Microsoft nach wie vor im Hintertreffen.</p>
<p>Doch die erfolgreiche und marktbeherrschende Tradition Googles als allwissender Informationsdienst, hinterläßt längst Spuren im Image: Bei allen Innovationen hat Google immer wieder mit dem Vorwurf zu kämpfen, sich als Datenkrake zu gerieren. Diese Kritik wird sicherlich auch die Einführung eines netzaffinen Betriebssystems begleiten. Doch eines ist sicher: Mit Googles Chrome OS kommt weitere Dynamik in den Markt. Und das kommt dem Anwender zugute.</p>
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		<title>Internet-Videotelefonie für Logi WebCams: Logitech Vid als Videotelefon-Alternative zu Instant-Messenger-Programmen oder Skype</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 11:56:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raymond Wiseman</dc:creator>
				<category><![CDATA[2. Hardware]]></category>
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		<description><![CDATA[Logitech liefert als Hersteller von WebCams mit Vid eine kostenlose Software für Videotelefonie übers Internet aus. Das Programm lässt sich online unter www.logitech.com/vid laden. Die anschließende Installation und Konfiguration von Vid gestaltet sich problemlos. Für die Registrierung muss lediglich der Name und eine E-Mail-Adresse angegeben werden. Im Gegensatz zu anderen Programmen für die Videokommunikation, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2009/06/Logitech-Vid.jpg"></a>Logitech liefert als Hersteller von WebCams mit Vid eine kostenlose Software für Videotelefonie übers Internet aus. Das Programm lässt sich online unter <a href="http://www.logitech.com/vid" target="_blank">www.logitech.com/vid</a> laden. Die anschließende Installation und Konfiguration von Vid gestaltet sich problemlos. Für die Registrierung muss lediglich der Name und eine E-Mail-Adresse angegeben werden.</p>
<p><a href="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2009/06/Logitech-Vid.jpg"><img title="Logitech Vid" src="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2009/06/Logitech-Vid.jpg" alt="Logitech Vid" width="245" height="193" /></a>Im Gegensatz zu anderen Programmen für die Videokommunikation, die in Online-Diensten für Instant Messaging oder Internet-Telefonie integriert sind, konzentriert sich Logitech Vid ausschließlich auf das Telefonieren mit Bildübertragung. Hierbei wird das Video des Gesprächspartners groß im Programmfenster angezeigt und das eigene Bild klein eingeblendet. Vid-Teilnehmer lassen sich nicht online über ein Adressbuch finden, sondern können nur per E-Mail eingeladen werden. Hierbei wird dem künftigen Kommunikationspartner ein Download-Link für die Vid-Software übertragen. Der direkte Kontakt über die Versendung und Bestätigung von Einladungen verhindert unerwünschte Anrufe von Fremden. Allerdings setzt diese Vorgehensweise voraus, dass die Mail-Adresse bekannt ist, mit der sich der künftige Gesprächspartner registriert hat. Außerdem sollte bekannt sein, ob der Partner bereits über eine Logitech-Kamera verfügt. Denn während Besitzer einer Logitech-Kamera Vid und die Übertragung über Logitechs Sightspeed-Netzwerk dauerhaft nutzen können, erhalten Besitzer andere Kameras lediglich einen kostenfreien Testzugang, der nach 30 Tagen endet, wenn nicht der Logitech Kaufempfehlung gefolgt wird. In diesem Fall handelt es sich bei diesem Kommunikationstool eher um ein Marketing-Instrument, um Besitzer fremder Web-Cam-Produkte zum Wechsel zu bewegen.</p>
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		<title>Windows ohne Browser: Da könnt Ihr lange suchen &#8211; Europa bekommt Windows 7 ohne Internet Explorer</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Jun 2009 19:51:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raymond Wiseman</dc:creator>
				<category><![CDATA[0. Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[3. Software]]></category>
		<category><![CDATA[4. Internet]]></category>

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		<description><![CDATA[Windows 7 soll in Europa ohne Internet Explorer ausgeliefert werden. Mit dieser Mitteilung nimmt Microsoft Bezug auf das laufende Verfahren der Europäischen Kommission. Sie sieht das Bundling von Betriebssystem und Browser zwar nicht allgemein, doch im Fall von Windows und IE als Gefahr für das europäische Wettbewerbsrecht. Andere Browser-Hersteller, allen voran Opera, hatten bei der EU [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Windows 7 soll in Europa ohne Internet Explorer ausgeliefert werden. Mit dieser <a title="Zum Nachlesen: Working to Fulfill our Legal Obligations in Europe for Windows 7" href="http://microsoftontheissues.com/cs/blogs/mscorp/archive/2009/06/11/working-to-fulfill-our-legal-obligations-in-europe-for-windows-7.aspx" target="_blank">Mitteilung </a>nimmt Microsoft Bezug auf das laufende Verfahren der Europäischen Kommission. Sie sieht das Bundling von Betriebssystem und Browser zwar nicht allgemein, doch im Fall von Windows und IE als Gefahr für das europäische Wettbewerbsrecht. Andere Browser-Hersteller, allen voran Opera, hatten bei der EU protestiert.</p>
<p>Dass und wie nun Microsoft reagiert, hatten sich die Wettbewerbshüter nicht ganz so vorgestellt. Nachvollziehbar. Einfach keinen Browser vorzuinstallieren und dem Anwender die Wahl zu lassen, für seinen Zugang zum Internet selbst zu sorgen, löst aus Sicht der EU das Problem nicht, denn</p>
<ul>
<li>erstens braucht es einen Internetzugriff für die Wahlfreiheit,</li>
<li>zweitens muss der Anwender wissen, was er sucht und</li>
<li>drittens muss er bereit sein, die zusätzliche Installation auf sich zu nehmen.</li>
</ul>
<p><a href="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2009/06/windows-7-ie-8.jpg"></a>Microsoft will seine Kunden unterstützen und wird einfach einzurichtende, separate Installation zur Verfügung stellen, auf die sowohl Endverbraucher als auch PC-Hersteller zurückgreifen können. Es steht Ihnen allerdings frei, auch einen anderen Browser zu installieren. Die Angst, dass PCs ohne Browser ausgeliefert werden, ist also zumindest bei vorinstalliertem Betriebssystem sicher unbegründet. Wie viele Hersteller dabei auf den Internet Explorer zurückgreifen werden, wird sich zeigen. </p>
<p><a href="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2009/06/windows-7-ie-8.jpg"></a>Die EU-Kommission hätte es lieber gesehen, wenn Microsoft selbst auch die Mitbewerber im Browser-Markt gleich ins Betriebssystem integriert hätte. Mit dieser Erwartung schießen sie aber offensichtlich über das Ziel hinaus. Microsofts Entscheidung nimmt ihnen auf jeden Fall argumentativen Wind aus den Segeln. Eine ungewöhnliche Sympathiewelle für Microsoft, wie sie dem Konzern selten widerfährt, zeigt sich in den Kommtaren der Online-Medien, beispielsweise als Reaktion auf den Artikel <a title="Lesermeinungen zum FAZ-Artikel Microsoft lenkt ein" href="http://www.faz.net/s/RubE2C6E0BCC2F04DD787CDC274993E94C1/Doc~E3120F0BE878941F1AD2CB6533E65DD76~ATpl~Ekom~SKom~Ak~E.html" target="_blank">„Windows 7“ kommt in Europa ohne Browser</a>. Selbst bei Heise online fallen die Reaktionen auf den Bericht <a title="Heise Online: EU vs. Microsoft: Windows 7 in Europa ohne Webbrowser" href="http://www.heise.de/newsticker/EU-vs-Microsoft-Windows-7-in-Europa-ohne-Webbrowser--/meldung/140304" target="_blank">EU vs. Microsoft: Windows 7 in Europa ohne Webbrowser</a> differenzierter als üblich aus.</p>
<p><a href="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2009/06/windows-7-ie-8.jpg"></a><a href="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2009/06/windows-7-ie-8.jpg"></a><a href="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2009/06/windows-7-ie-82.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-425" style="border: black 1px solid;" title="windows-7-ie-82" src="http://www.qwertz.de/wp-content/uploads/2009/06/windows-7-ie-82.jpg" alt="windows-7-ie-82" width="176" height="485" /></a>Im Endeffekt werden sicher weiterhin viele Anwender, ob aus Gewohnheit, Bequemlichkeit oder Verunsicherung, wieder auf den Internet Explorer zurückgreifen. Und auch Administratoren von Windows Server Netzwerken setzen sicherlich weiter auf den <a title="Download Internet Explorer" href="http://www.microsoft.com/germany/upgrade/" target="_blank">Internet Explorer</a>, ist doch dieser Browser am besten auf hauseigene Services wie Outlook Web Access und Sharepoint abgestimmt. Andererseits hat der <a title="Download Mozilla Firefox" href="http://www.mozilla-europe.org/de/firefox/" target="_blank">Firefox </a>bewiesen, dass sich auch ohne diese Hilfestellung um die Marktführerschaft kämpfen lässt. Laut der Marktforschung von Fittkau &amp; Maaß, könnte Firefox &#8221;<a title="Meedia: Firefox 3 überholt Internet Explorer 7" href="http://meedia.de/nc/details/article/XXX_100021049.html" target="_blank">Ende 2009 Firefox endgültig die Marktführerschaft übernehmen</a>&#8220;. Ob das abgespeckte Windows 7 anderen Browsern zu größerer Marktpräsenz verhilft, muss sich zeigen. So setzt <a title="Download Google Chrome" href="http://www.google.com/chrome/index.html?hl=de&amp;brand=CHMI&amp;utm_source=de-et&amp;utm_medium=et&amp;utm_campaign=de" target="_blank">Chrome </a>ja auf den Google Zugriff und etabliert sich eher als flotter Zweitbrowser, während <a title="Download Apple Safari" href="http://www.apple.com/de/safari/download/" target="_blank">Safari </a>seine Fans eher in der Mac-affinen Ecke findet. Es bleibt zumindest eine Chance für <a title="Download Opera Browser" href="http://www.opera.com/" target="_blank">Opera</a>. Und die ist berechtigt. Eine neue Runde im Browserkampf um Marktanteile aber läutet die Entscheidung gewiss nicht ein.</p>
<p>P.S. In Microsofts deutschsprachiger <a title="Beschreibung der Neuerungen in Windows 7 von Microsoft" href="http://www.microsoft.com/germany/windows/windows-7/whats-new.aspx" target="_blank">Vorankündigung von Windows 7 </a> und im bis Ende Juni verfügbaren Release Candidate ist der Internet Explorer noch drinnen.</p>
<p>P.P.S. Jörg Schieb erhofft in seinem <a title="schieb.de: Microsoft will Windows 7 ohne Internet Explorer ausliefern" href="http://www.schieb.de/706557" target="_blank">Blog</a>, dass die Hersteller &#8220;sogar einen schönen Strauß von Browsern vorinstallieren&#8221;. Das wäre eine gute Option. Wir werden sehen.</p>
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