Neue Canon Powershot G11: Weniger aber größere Pixel für bessere Bildqualität – höhere Lichtempfindlichkeit und weniger Rauschen als Powershot G10
von Raymond Wiseman
Kaum habe ich mich entschlossen, mir eine Canon Powershot G10 zuzulegen, kündigt heute Canon punktgenau das Nachfolgemodell Powershot G11 an. Nun fällt die Entscheidung schwer, da die meisten Daten sich gleichen: Warten auf den Markteinstiegspreis von 589 Euro im goldenen Oktober oder günstig beim alten Model zuschlagen. Die technische Differenz ist ein doppeltes Rauschreduzierungsverfahren, das seine Kraft aus größeren Pixeln schöpfen soll. Der CCD-Bildsensor behält allerdings weiterhin die Größe von 1/1,7 Zoll, die er auch schon bei der Powershot G10 hat. Im Endeffekt reduziert dies die Pixelzahl von vordem 14,7 Megapixel auf neuerdings 10 Megapixel. Meines Erachtens ein sinnvoller Schritt, wenn er sich denn in gesteigerter Bildqualität niederschlägt und – wie angekündigt – bei schlechten Lichtverhältnissen für bessere Fotos sorgt. Dass über die Güte der Darstellung kein Pixelwahl, sondern ein abgestimmtes Gesamtkonzept entscheidet, hat sich ja inzwischen herumgesprochen.
Ansonsten reizt mich noch das neue, dreh- und schwenkbare Display, das mit einer Diagolalen von 2,8 Zoll (7,1 cm) etwas kleiner als das starre 3-Zoll-LCD der G10 ausfällt, aber wieder mit 461.000 Bildpunkten aufwartet. Auf den integrierten HDMI-Anschluss könnte ich allerdings problemlos verzichten.
Ansonsten scheint beinahe alles beim Alten und Bewährten: 5-fach Zoom von 28 – 140 mm (in Entsprechung zum Kleinbildfilm), Lichtstärke zwischen 1:2,8-4,5, optischer Bildstabilisator und Autofokus. Wichtig für mich ist vor allem, das die G11 weiterhin über einen optischen Sucher verfügt. Was die Fotoeffekte betrifft, vergleiche ich nicht viel, da ich die meist nicht nutze. Und was die weiteren Unterschiede im Detail betrifft, so lassen sie sich ebenso wie die gesteigerte Bildqualität erst vergleichen, wenn die Kamera auf dem Markt ist. Das heißt dann also doch warten. Einfach um mal zu sehen, ob der Schritt, die Pixelzahl zu reduzieren und so die Empfindlichkeit auf ISO 3.200 zu erhöhen und das Bildrauschen zu vermindern, sich in der Güte der Aufnahmen niederschlägt. Dann wäre weniger tatsächlich mehr und Canons Powershot G11 die Kamera meiner Wahl.



















